19. Dezember 2013

Kompakt-Raumschiff auf Rädern

Mit futuristischem Design und viel Platz hebt sich der Honda Civic Tourer deutlich von anderen Kompaktkombis ab. Mit ihm wollen die Japaner jetzt auch im Flottengeschäft Fuss fassen.

Kompakt-Raumschiff auf Rädern

Der Honda Civic Tourer wirkt aus jeder Perspektive schnittig.

Text: Michael Lusk

Bisher spielte das Flottengeschäft bei Honda nur eine untergeordnete Rolle. Was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass die Japaner seit 2000 keinen Kompaktkombi mehr im Programm haben, obschon gerade diese Fahrzeugklasse bei Firmenkunden sehr gefragt ist. 14 Jahre nach dem «Aerodeck» kehrt Honda mit der Tourer-Variante der mittlerweile 4,53 Meter langen, neunten Civic-Generation jetzt wieder in das C-Wagon-Segment zurück. Und setzt nicht nur auf futuristisches Design und niedrige TCO, sondern bietet mit 624 bis 1668 Litern auch gleich das grösste Fassungsvermögen der Klasse.


Damit der Kompaktkombi selbst voll beladen jederzeit gut beherrschbar bleibt, wurde an der Hinterachse ein adaptives Stossdämpfersystem eingebaut. Zur Wahl stehen die drei Modi «Comfort», «Normal» und «Dynamic», die sich besonders auf schlechten Strecken deutlich unterscheiden. Das Ansprechverhalten des Motors bleibt allerdings immer gleich – selbst im Dynamic-Modus.

Zwei Motoren zum Marktstart
Wenn der Civic Tourer Ende Februar in der Schweiz auf den Markt kommt, gibt es zwei Motoren: einen 1,8-Liter-Benziner mit 142 PS und einen 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS. Damit schafft der Benziner den Sprint von 0 auf 100 km/h in 9,2 Sekunden und erreicht 210 km/h Spitze. Der Diesel erreicht diese Werte zwar nicht ganz. So dauert der Sprint von 0 auf 100 km/h 10,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h. Dennoch dürfte sich der Selbstzünder gerade für Flottenbetreiber aber als die wirtschaftlich interessantere Alternative erweisen.
Denn in der Praxis muss der Benziner trotz der auf dem Papier besseren Fahrleistungen aufgrund des tieferen Drehmoments (174 zu 300 Newtonmeter) deutlich hochtouriger gefahren werden. So wirkt er auf einer ersten Testfahrt subjektiv weniger kräftig als der Selbstzünder, der sowohl Innerortstempo als auch kurze Zwischensprints auf der Autobahn im höchsten Gang souverän absolviert. Dieser verbrauchte dabei trotz hohem Stadtanteil zudem nur gut fünf Liter (Normverbrauch: 3,8 Liter/100 km), der Benziner zwei Liter mehr (Norm: 6,2 Liter). Bei den CO2-Emissionen unterbietet der Diesel mit 99 g/km sogar die 100-Gramm-Hürde, sein Benzin-Pendant liegt bei 148 g/km. Damit dürfte er nicht nur bei den Preisen, die bei 27’500 Franken für den Benziner und 29'500 Franken für den Diesel beginnen, sondern auch bei den TCO die Nase deutlich vorn haben. Und weil Honda im Gegensatz zu vielen Konkurrenten gerade für Vielfahrer nützliche Features wie Start-Stopp-Automatik, Tempomat und Klimaautomatik schon in der Basisversion anbietet, dürfte auch die eine oder andere Schweizer Firma in Zukunft mit dem futuristischen Civic Tourer auf Geschäftstour gehen.

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