12. August 2019

Neue Autosendung auf SRF: Am falschen Ort gespart

Ab nächstem Sonntag zeigt das Schweizer Fernsehen ein neues Automagazin. «Garage 21» berichtet jeweils um 19.30 Uhr auf SRF zwei über Themen rund ums Autofahren. Das ist toll, doch leider wird die Sendung aus Deutschland eingekauft.

Neue Autosendung auf SRF: Am falschen Ort gespart

Autos sind in der kleinen Schweiz ein grosses Thema. Einerseits sind im 8,5 Millionen Einwohner zählenden Land mehr als 4,5 Millionen Personenwagen immatrikuliert. Andererseits hängt rund jeder achte Job direkt oder indirekt vom Auto ab – und das obwohl hierzulande keine Autos mehr produziert werden. Ausserdem gehören die Autoimporteure nach den Detailhändlern zu den gewichtigsten Inserenten in den hiesigen Medien. 

 

Eine eigene Autosendung im Schweizer Fernsehen hat also durchaus seine Berechtigung. Dennoch wird das Thema bei den SRF-Programmverantwortlichen immer sehr stiefmütterlich behandelt. So musste die von Ringier produzierte «Motorshow» während Jahren immer wieder um einen einigermassen attraktiven Sendeplatz kämpfen. Und als es 2018 darum ging, 100 Millionen Franken einzusparen, gehörte die Nachfolgesendung «Tacho» zu den ersten Formaten, die gestrichen wurden.

 

 

Ab nächstem Sonntag, den 18. August, wird nun also mit «Garage 21» wieder eine Autosendung auf dem Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Das ist erfreulich, doch leider kauft man die vorerst 17 Folgen von der deutschen «Auto, Motor und Sport»-Redaktion ein. Wie teuer der Deal ist, gibt SRF nicht bekannt. Doch auch wenn es günstiger ist, spart SRF damit am falschen Ort. Die Berichte über neue Autos sind zwar einigermassen beliebig, doch Verkehrsprobleme, Sicherheitsfragen und politische Themen sind in Deutschland anders als hier. Ausserdem: Das SRF spart Franken – und gibt Euro aus. (mb)

 



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