Mercedes-Benz VLE: Elektro-Van mit 700 km Reichweite feiert Weltpremiere
Posted by: Mario Borri
In Stuttgart präsentierte Mercedes-Benz mit einer grossen Show und unter Anwesenheit von Tennisikone Roger Federer sowie Popstar Rita Ora den neuen VLE. Dieser voll elektrische Van, basierend auf der neuen Van-EA-Plattform, wird ab 2026 erwartet. Er bietet eine Reichweite von über 700 Kilometern, verfügt über 800-Volt-Technik und zeichnet sich durch hohen Luxus aus, was den Beginn einer neuen Ära der Grossraumlimousinen markieren soll.
Am 10. März hat Mercedes-Benz seinen neuen Elektro-Van mit einer standesgemässen Weltpremiere in den berühmten Wagenhallen von Stuttgart vorgestellt. Ola Källenius, der Markenchef, führte den VLE mit einer beeindruckenden Inszenierung auf die Bühne, unterstützt von einer Live-Darbietung der Popikone Rita Ora.
Die Enthüllung des Fahrzeugs nahmen Markenbotschafter Roger Federer zusammen mit Van-Chef Thomas Klein vor, indem sie den neuen Elektro-Van der Öffentlichkeit präsentierten. Unter den Anwesenden befand sich auch der ehemalige Mercedes-Chef Dieter Zetsche, was dem Anlass ein historisches Flair verlieh und den Beginn der neuen Van-Generation markierte.
Der VLE läutet eine neue Ära für Stuttgarter Vans ein: Es ist das erste Fahrzeug, das auf der neuen Van Electric Architecture (Van-EA) basiert, die als Grundlage für alle zukünftigen elektrischen Grossraumfahrzeuge der Marke dienen wird.
Über 700 Kilometer Reichweite
Mercedes wird den VLE ab Mitte 2026 in zwei Ausführungen anbieten: Der VLE 300 kommt mit Frontantrieb und einer Leistung von 203 kW. Er soll nach WLTP-Norm eine Reichweite von über 700 Kilometern erreichen und dabei weniger als 20 kWh je 100 Kilometer verbrauchen.
Über diesem Modell steht der VLE 400 4MATIC, der dank eines zusätzlichen Elektromotors an der Hinterachse mit Allradantrieb ausgestattet ist und eine Systemleistung von über 300 kW bietet. Der Beschleunigungsvorgang auf 100 km/h dauert nur etwa 6,5 Sekunden.
Beide Modelle verwenden eine 115-kWh-Batterie mit moderner 800-Volt-Technologie. An Schnellladestationen können sie mit bis zu 300 kW geladen werden – genug, um in etwa 15 Minuten Energie für bis zu 355 Kilometer nachzuladen.
Luxus-Van mit Limousinenkomfort
Mercedes positioniert den VLE als komfortable Grossraumlimousine, die mit umfangreicher Technologie ausgestattet ist. Er bietet bis zu acht Sitzplätze, einen flexiblen Innenraum und ein Ladevolumen von bis zu 4078 Litern, was ihn für Familien und ebenso für Shuttle- oder VIP-Dienste attraktiv macht.
Für zusätzlichen Komfort sorgen die Airmatic-Luftfederung und eine Hinterachslenkung mit bis zu sieben Grad Lenkwinkel, welche dem grossen Van erstaunliche Wendigkeit verleihen.
Das Cockpit wird von der nächsten Generation des Infotainmentsystems MB.OS dominiert, das Funktionen, Updates und Assistenzsysteme steuert. Optional gibt es den MBUX Superscreen, der sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt und aus drei Displays besteht. Auch die Passagiere im Fond werden berücksichtigt: Ein 79 Zentimeter grosser Panorama-Screen mit 8K-Auflösung, der aus dem Dachhimmel ausfährt und Splitscreen-Funktion bietet, verwandelt den Innenraum nach Wunsch in ein Kino, einen Gaming-Hub oder ein mobiles Büro.
Schweiz: Start Ende 2026
In der Schweiz wird erwartet, dass der VLE 300 Ende 2026 auf den Markt kommt. Der leistungsstärkere VLE 400 4MATIC wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 folgen.
Thomas Klein, Mercedes-Benz-Van-Chef, hat angegeben, dass der Elektro-Van in Deutschland ab etwa 57'000 Euro netto zu haben sein wird. Er gab weitere Einzelheiten zur Strategie in einem Roundtable-Gespräch mit Journalisten vor der Weltpremiere bekannt. Klein betonte auch, dass Mercedes neben den Elektromodellen weiterhin Van-Modelle mit Verbrennungsmotor produzieren wird, obwohl er keinen genauen Zeitpunkt für deren Einführung nannte. Der VLE ersetzt grösstenteils den bisherigen Elektro-Van EQV, während die konventionellen V-Klasse-Modelle im Sortiment bleiben. Auch die Zukunft der Transporter wie Vito und Sprinter, die auf der neuen Plattform basieren werden, bleibt ungewiss; jedoch bestätigte Klein, dass sie weiterhin die Namen Vito und Sprinter tragen werden.
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