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15.07.2026

Mercedes-Benz stärkt Ungarn als Produktionsstandort

Mercedes-Benz hat sein Werk im ungarischen Kecskemét umfassend erweitert und dort die Produktion der neuen elektrischen C-Klasse aufgenommen. Gleichzeitig stärkt der Konzern den Standort als zentrales Element seines globalen Produktionsnetzwerks.

Mercedes-Benz stärkt Ungarn als Produktionsstandort

Mercedes-Benz treibt die Transformation seiner Fertigung weiter voran und hat am Standort Kecskemét in Ungarn einen neuen Werksteil eröffnet. Mit der Erweiterung wächst die Werksfläche von 200 auf 440 Hektar und macht Kecskemét zu einem der grössten Produktionsstandorte des Unternehmens weltweit.

Im Rahmen des Businessplans 2022–2026 investierte Mercedes-Benz rund eine Milliarde Euro in den Standort. Errichtet wurden unter anderem neue Karosserie- und Montagehallen, ein zweites Presswerk, eine Lackiererei sowie eine Batteriemontage. Der Standort beschäftigt derzeit mehr als 5'000 Mitarbeitende und ist der grösste Arbeitgeber der Region.

Mit dem Produktionsstart der neuen elektrischen C-Klasse läuft erstmals ein batterieelektrisches Modell aus dem sogenannten Core-Segment in Kecskemét vom Band. Gleichzeitig setzt Mercedes-Benz auf flexible Produktionsstrukturen: Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektroantrieb können teilweise auf derselben Linie gefertigt werden, während neue Anlagen speziell für vollelektrische Modelle ausgelegt sind.

Darüber hinaus soll der Standort künftig weiter an Bedeutung gewinnen. So wird die kommende kompakte Version der G-Klasse exklusiv in Kecskemét produziert. Auch der elektrische GLC soll künftig je nach Nachfrage zwischen den Werken Bremen und Kecskemét gefertigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Mercedes-Benz nutzt am Standort unter anderem das Produktionssystem MO360 sowie einen digitalen Zwilling der Fertigungshallen auf Basis von NVIDIA Omniverse. KI-gestützte Anwendungen unterstützen zudem die Qualitätskontrolle und die Analyse von Produktionsdaten.

Auch Nachhaltigkeit spielt beim Ausbau eine zentrale Rolle. Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 42,3 MWp sollen künftig rund ein Viertel des jährlichen Energiebedarfs des Werks decken. Zudem sollen neue Lackierprozesse den Energieverbrauch im Vergleich zur bisherigen Anlage um rund 20 Prozent und die CO₂-Emissionen um etwa 80 Prozent reduzieren.

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