Arval-Studie: Schweizer Flotten setzen verstärkt auf E-Mobilität und Occasionen
Posted by: Fabio Simeon
Der neue «Fleet and Mobility Barometer 2026» des Arval Mobility Observatory zeigt, dass Schweizer Unternehmen ihre Flotten trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterentwickeln. Im Fokus stehen elektrifizierte Fahrzeuge, Occasionen sowie digitale Flottenlösungen.
Schweizer Unternehmen blicken mehrheitlich optimistisch auf die Entwicklung ihrer Fahrzeugflotten. Laut dem «Fleet and Mobility Barometer 2026» rechnen 92 Prozent der befragten Firmen damit, dass ihre Flotte in den kommenden drei Jahren stabil bleibt oder wächst. Gleichzeitig gewinnen nachhaltige Mobilitätsstrategien und digitale Werkzeuge weiter an Bedeutung.
Die Elektrifizierung der Personenwagenflotten entwickelt sich weiterhin positiv. Bereits 54 Prozent der Unternehmen setzen heute elektrifizierte Fahrzeuge ein, weitere 27 Prozent planen deren Einführung innerhalb der nächsten drei Jahre. Besonders gefragt bleiben Hybridantriebe: 28 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Hybridfahrzeuge, während Plug-in-Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge auf 21 beziehungsweise 18 Prozent kommen. Als wichtigste Gründe für den Umstieg nennen die Unternehmen die geringere Umweltbelastung, tiefere Kraftstoffkosten sowie die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen.
Gleichzeitig wächst das Interesse an Occasionsfahrzeugen. Aktuell nutzen 29 Prozent der befragten Unternehmen Gebrauchtwagen in ihren Flotten, mehr als die Hälfte zieht entsprechende Anschaffungen in den kommenden drei Jahren in Betracht. Auch Full-Service-Leasing bleibt ein wichtiger Bestandteil der Flottenfinanzierung: 27 Prozent setzen bereits darauf, weitere 17 Prozent wollen dieses Modell künftig stärker nutzen.
Potenzial sehen die Studienautoren zudem bei der Digitalisierung. Zwar verfügen bereits 28 Prozent der Schweizer Flotten über Telematiksysteme, die daraus gewonnenen Daten werden jedoch bislang erst von 15 Prozent der Unternehmen aktiv genutzt. Fast 40 Prozent planen, dies künftig zu ändern. Gleichzeitig interessieren sich 47 Prozent der befragten Flottenverantwortlichen für innovative digitale Lösungen zur Optimierung ihres Fuhrparks.
Als grösste Herausforderung für die weitere Elektrifizierung nennen die Unternehmen weiterhin die Ladeinfrastruktur. 73 Prozent sehen fehlende Lademöglichkeiten als wesentliches Hindernis. Entsprechend investieren viele Firmen in eigene Ladepunkte: Bereits 60 Prozent verfügen über Lademöglichkeiten am Unternehmensstandort oder bereiten deren Aufbau vor.
Der jährlich veröffentlichte «Fleet and Mobility Barometer» basiert auf einer internationalen Befragung von über 10'000 Unternehmen in 33 Ländern. In der Schweiz wurden dafür 300 Flottenmanager aus Unternehmen unterschiedlicher Grösse befragt.




