25. Juni 2015

Licht am Ende des Tunnels

Die 70. Mitgliederversammlung von strasseschweiz – Verband des Strassenverkehrs FRS stand im Zeichen des Führungswechsels an der Spitze des Dachverbands der Automobilwirtschaft und des privaten Strassenverkehrs. Neuer Präsident von strasseschweiz ist Rudolf Zumbühl.

Licht am Ende des Tunnels

Der scheidende Präsident von strasseschweiz Niklaus Zürcher sieht für den motorisierten Individualverkehr trotz der komplexen Ausgangslage mit den überbeanspruchten Verkehrsinfrastrukturen, den fehlenden Finanzen und der umwelt- und energiepolitischen Herausforderungen eine verheissungsvolle Zukunft. «Die Strasse ist und bleibt der wichtigste Verkehrsträger, die milliardenschweren Investitionen in den Schienenverkehr und Projekte wie Bahn 2000 und Neat konnten daran nichts ändern», stellte Niklaus Zürcher in seinen Ausführungen vor der Versammlung fest. Mit Blick auf die in den letzten 25 Jahren verzeichnete Entwicklung der Mobilität hätten strasseschweiz und die Mitgliederorganisationen in ihrer Arbeit den Blick für die Realität nicht verloren und einen guten Job gemacht. Dabei habe der Strassenverkehr nicht bloss mehr geleistet, sondern er sei vor allem auch ökologischer und sicherer geworden.

 

Es seien insbesondere drei Themenbereiche, die strasseschweiz in der nahen Zukunft beschäftigen werden, nämlich die Strassenfinanzierung, der bedarfsgerechte Unterhalt und Ausbau der Strasseninfrastruktur und das Masshalten bei den Massnahmen zur Verkehrssicherheit und der entsprechenden Rechtsprechung. Zum Bereich der Strassenfinanzierung gehören der Fonds für Nationalstrassen und Agglomerationsverkehr (NAF), die «Milchkuh-Initiative» und die Diskussion um Mobility Pricing. Im Bereich der Strasseninfrastrukturen müssen diese in naher Zukunft ausgebaut und Instand gehalten werden. Dazu gehört gemäss Niklaus Zürcher auch die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels. Alles andere als der Bau einer Sanierungsröhre mache sowohl kurz- als auch langfristig keinen Sinn. «Ich denke, am Ende des Tunnels ist ein heller Schimmer auszumachen», gibt Niklaus Zürcher seiner Hoffnung zur Gestaltung der zukünftigen Mobilität Ausdruck.

 

Auf dem falschen Weg ist aber man aber beispielsweise bei der Umsetzung von Via Secura: «Hier schiesst meines Erachtens manch einer mittlerweile doch gar stark übers Ziel hinaus. Fünfstellige Bussen für Verkehrsvergehen stehen ebenso im Widerspruch zu meinem Gerechtigkeitsempfinden wie die Behinderung von Rettungsdiensten», kommentierte Zürcher die jüngsten Anwendungsfälle der verschärften Strassenverkehrsgesetzgebung unter dem Titel der Verkehrssicherheit.

 

Niklaus Zürcher war während zweier Amtsperioden (Jahre 2005 bis 2009 und 2012 bis 2015) Präsident des Verbandes strasseschweiz. Er wirkte seit September 2002 als Vertreter des Automobil Clubs der Schweiz ACS im Zentralvorstand und im Direktionsausschuss. Im Rahmen der ordentlichen Neuwahlen der Organe von strasseschweiz wählte die Mitgliederversammlung Rudolf Zumbühl, Touring Club Schweiz TCS, zum Präsidenten des Dachverbands der Automobilwirtschaft und des privaten Strassenverkehrs. (pd/ir)

 

www.strasseschweiz.ch

 

 

 

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