15. Dezember 2020

Skoda Octavia RS: Eine sichere Bank

Nach der Vorstellung des Plug-in-Hybriden, Octavia RS iV, ist die Sportversion des tschechischen Bestsellers nun auch mit konventionellen Verbrennern erhältlich. aboutFLEET hat den 245 PS starken Benziner am Press Release getestet.

Skoda Octavia RS: Eine sichere Bank

Vom Stand auf Tempo 100 benötigt der Skoda Octavia RS 6,7 Sekunden.

Umzugsporsche oder Eltern-GTI. Zwei Kosenamen, die klar machen, wofür der Octavia RS steht: Grosszügiges Platzangebot und ordentlich Power. Für letzteres sorgt in unserem Testwagen ein 2.0l TSI Motor mit 245 PS und 370 Nm. Dieser bleibt eine sichere Bank in Punkto besonnener und kräftiger Antrieb oder anders gesagt: Der Benziner ist nicht sehr charismatisch, dafür zuverlässig und schnell. Die gleichen Attribute verkörpert auch das automatische Doppelkuppelungsgetriebe, welches die Wahl zwischen den sieben Gängen im Tschechen übernimmt. Die Kraft aus dem Benziner wird ausnahmslos an die Vorderachse geleitet. Wer sich einen Allradantrieb für seinen RS wünscht, muss auf den 200 PS starken Selbstzünder zurückgreifen (ab: 49'510 Franken).
 

 

Genug Theorie, ab auf die Strasse: Der neue RS fährt durch und durch diszipliniert und hält sich auch in schnell gefahrenen Bögen gerade – in der Länge und Breite. Nur wer das Dreispeichenlenkrad heftig rumreisst und im richtigen Moment aufs rechte Pedal stampft, kriegt das Heck in Schwung. Aber niemals so extrem wie z.B. beim Focus RS, der gefühlt mit dem Fahrer raufen will. Für solche Mätzchen ist unser Begleiter zu kultiviert, zu erwachsen - und das ist gut so. Denn: Dieser beschriebene Grad an unaufgeregter aber leicht zugänglicher Performance und alltagstauglicher Dynamik ist schwer zu übertreffen und macht den schnellen Kombi hierzulande zum Kassenschlager.
 

 

Für wahre Freude sorgt die Verbrauchsanzeige. Genau 10 Liter benötigt unsere Kompakter im Schnitt – für die gewählte Fahrweise ziemlich moderat. Im Pendelverkehr oder auf Schweizer Autobahnen sollte aber auch problemlos eine Sieben in der Digitalanzeige aufleuchten. Apropos digital: Der künstlich generierte Motorensound wirkt ziemlich grotesk. Im Normal- aber vor allem im Sport-Mode brüllt der Zweiliter-Vierzylinder wie ein Big-Block mit 6,7l Hubraum. Gottlob kann das Gelärme durch den Comfort- und Eco-Modus oder über die Einstellungen gedrosselt werden.
 

 

Übrigens: Octavia-RS-Interessenten, welche nicht nur auf Kurzstrecken pendeln und deshalb nicht ständig laden können, fahren mit dem Benziner besser als mit dem gleichstarken Plug-in-Hybriden (ab: 49'930 Franken). Das Steckerfahrzeug bringt ca. 160 Kg mehr auf die Waage als die konventionellen Verbrenner und leistet mit leerer Batterie, also nach gut 50 Kilometern, noch 150 PS. Sportlichen Fahrern fällt dann ein Zacken aus der Krone – dem Octavia zumindest das «R» aus dem «RS» Symbol. (fs)



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