03. Dezember 2019

Wie man Flotten künftig elektrisiert

Unter dem Motto «Anreizsysteme, um die E-Mobilität zu fördern» luden die AMAG und Fleetcompetence Europe Ende November in den e-hub am Utoquai. Rund 60 Teilnehmer kamen in den Genuss einer kompakten «Business-Lunch Veranstaltung», gespickt mit Referaten und einer angeregten Podiumsdiskussion.

Wie man Flotten künftig elektrisiert
Wie man Flotten künftig elektrisiertWie man Flotten künftig elektrisiert

 Text/Bilder: Rafael Künzle
 

 

Innerhalb weniger Tage meldeten sich rund 60 Teilnehmer an, um mehr über das Thema «Anreizsysteme, um die E-Mobilität zu fördern» zu erfahren, welches mit Fokus auf die Flottenbranche ausgerichtet wurde. «Der grosse Andrang zeigt, dass die E-Mobilität in Unternehmen aktueller den je ist und diesbezüglich Informationsbedarf besteht», zeigte sich Balz Eggenberger, Managing Partner der Fleetcompetence Europe, erfreut. Er leitete zusammen mit Sergio Calabrese, Head of Fleet Sales bei der AMAG Gruppe, die kompakte Veranstaltung. Zu Beginn zeigte Calabrese anhand einiger Statistiken die steigende Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen auf. Lag deren Anteil Ende 2018 bei sieben Prozent, dürfte dieser bis Ende dieses Jahres auf zwölf Prozent steigen – trotz kursierenden Vorbehalte.
 

 

Mythen der E-Mobilität: Peter Schmid, Head of Audi e-tron Experience Center, räumte anschliessend einige «Mythen» der E-Mobilität anhand von Fakten aus. Beispielsweise die These, dass künftig nicht genügend Strom zur Versorgung der E-Autos bereit stünde, oder den Standpunkt, dass elektrifizierte Fahrzeuge nicht umweltfreundlicher als konventionelle Verbrenner seien. Schmid stellte in seinem Referat des Weiteren klar, dass ohne E-Mobilität die politischen Ziele und strengeren CO2-Grenzwertverordnungen nicht erreicht werden können. Die Flottenbranche werde dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

 

 

SAP macht’s vor: Wie eine erfolgreiche Implementierung der E-Mobilität in Unternehmen aussehen könnte, veranschaulichte anschliessend Juergen Rennar, global verantwortlich für die Elektromobilität bei SAP. Der internationale Softwarekonzern, mit einer Flotte von rund 27‘000 Fahrzeugen, sammelte bereits 2008 erste Erfahrungen. Heute stehen bereits 2600 elekrifizierte Fahrzeuge (9,6 %) im Einsatz. Bis 2025 hat sich SAP die Klimaneutralität zum Ziel gesetzt, bis dahin soll der elektrifizierte Flottenanteil rund einen Drittel ausmachen.
Bei den Motiven, welche für einen Umstieg auf elektrifizierte Flottenfahrzeuge sprechen, führte Rennar neben der Reduzierung von unternehmensinternen CO2-Emission, die Elektromobilität als Treiber für Innovationen, die Transformationen hin zu einem langfristig kostengünstigeren Fuhrpark sowie die Attraktivität für die Mitarbeitenden als Argumente ins Feld. 
 

 

Anreizsysteme schaffen: Um das Interesse zu wecken und ein tiefgreifendes Bewusstsein für die E-Mobiliät zu schaffen, werden bei SAP regelmässig E-Mobilitätstage durchgeführt, wobei die Mitarbeitenden die Voll- und Teilzeitstromer selbst hinter dem Steuer erleben können. Des Weiteren locken Anreizsysteme in Form unterschiedlicher Mobiltätsangeboten. Wer auf ein E-Fahrzeug wechselt, profitiert zudem von Batteriesubvention für BEVs, kürzeren Firmenwagenlaufzeiten sowie dem landesweiten Zugang zur Ladeinfrastruktur, wobei SAP auch das Laden zu Hause fördert. Des Weiteren sind an den SAP-Standorten ausgewiesene Parkplätze für PHEV- und BEV-Fahrzeuge reserviert.
 

 

Zur anschliessenden Podiumsdiskussion gesellten sich Andreas Burgenener, Direktor von auto-schweiz, Lorenz Heer, Direct Fleet bei der AMAG sowie Nicolas Müller, Verantwortlicher Elektromobilität Groupe E, hinzu. Die Moderation übernahm Balz Eggenberger  – und hatte einiges zu tun. Denn das Publikum löcherte die Teilnehmer mit Fragen, was die Wichtigkeit der Veranstaltung unterstrich. Abgerundet wurde der Event bei einem Lunch, wobei die Thematik E-Mobilität in Unternehmen nochmals intensiv diskutiert wurde.

 

www.amag.ch

www.fleetcompetence.com/ch



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