01. November 2019

Erste Details zur geplanten Elefantenhochzeit

FCA und die Groupe PSA lassen verlauten, ihre Kräfte künftig bündeln zu wollen, um einen automobilen Weltmarktführer für eine neue Ära der nachhaltigen Mobilität aufzubauen. Die beiden Automobilgiganten stellen künftig wohl die viertgrösste Kraft im globalen Automobilbusiness. Nun sind erste Details der geplanten Mega-Fusion bekannt.

Erste Details zur geplanten Elefantenhochzeit

Text: Rafael Künzle

 

Angesichts künftiger Herausforderungen wie der vernetzten, elektrifizierten und autonomen Mobilität, streben die beiden Konzerne eine Fusion an, «um Innovationen zu fördern und den aktuellen Herausforderungen schnell und kapitaleffizient begegnen zu können», so der Tenor von FCA und der Groupe PSA.
 

 

Mit dem geplanten Zusammenschluss würde der viertgrösste globale Automobilkonzern nach Absatz (8,7 Mio. Fahrzeuge) entstehen, mit einem Gesamtumsatz von über 180 Mrd. Franken (ohne Magneti Marelli und Faurecia). Die daraus resultierende Wertsteigerung soll sich auf rund vier Mrd. Franken pro Jahr belaufen, basierend auf einer effizienteren Bündelung von Ressourcen für Grossinvestitionen in Fahrzeugplattformen, Antriebsstränge und Technologien.
 

 

FCA und PSA erwarten, dass 80% der Synergien nach vier Jahren erreicht werden. Die einmaligen Gesamtkosten für die Realisierung der Synergien werden auf drei Mrd. Franken geschätzt. Die Aktionäre jeder Gesellschaft sollen 50% des Eigenkapitals der neu zusammengeschlossenen Gruppe halten und somit zu gleichen Teilen beteiligt werden.
 

 

Auch erste Details zu den geplanten Unternehmensstrukturen sind nun bekannt: Der Vorstand würde sich demnach aus elf Mitgliedern zusammensetzen. Fünf Verwaltungsratsmitglieder sollen von FCA (darunter John Elkann als Vorsitzender) und fünf von der Groupe PSA (darunter der Senior Independent Director und der Vizepräsident) nominiert werden. Chief Executive Officer und elftes Mitglied des Verwaltungsrates soll PSA-Chef Carlos Tavares für eine anfängliche Amtszeit von fünf Jahren werden.
 

 

«Diese Konvergenz bringt allen Beteiligten einen erheblichen Mehrwert und eröffnet dem fusionierten Unternehmen eine glänzende Zukunft. Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die bereits mit Mike geleistet wurde und werde sehr gerne mit ihm zusammenarbeiten, um gemeinsam ein grossartiges Unternehmen aufzubauen», so Tavares.
 

 

Mike Manley, CEO von FCA sagte: «Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, mit Carlos und seinem Team an dieser potenziell branchenverändernden Kombination zu arbeiten. Wir haben eine lange Geschichte der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Groupe PSA und ich bin überzeugt, dass wir zusammen mit unseren grossartigen Mitarbeitern ein globales Mobilitätsunternehmen von Weltklasse schaffen können.»

 

www.fcagroup.com

 

www.groupe-psa.com

 



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