18. Juli 2013

bfu warnt: Jeder vierte Rücksitzpassagier schnallt sich nicht an

Die repräsentative bfu-Zählung 2013 zur Gurtentragquote zeigt kontroverse Ergebnisse: Während sich bei den Lenkern (92%) und den Beifahrern (91%) die letztjährigen Steigerungen erfreulicherweise bestätigen, schnallen sich auf Rücksitzen leider wieder weniger Fahrzeuginsassen an (72% / 2012: 77%).

bfu warnt: Jeder vierte Rücksitzpassagier schnallt sich nicht an

Würden sich jederzeit alle Passagiere anschnallen, könnten in der Schweiz rund 30 Menschenleben pro Jahr gerettet werden.

Die diesjährige Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung über die Tragquote bei Sicherheitsgurten zeigt für die Landesteile ein unterschiedliches Bild. Das 1981 eingeführte Gurtenobligatorium für Fahrzeuglenker respektieren – wie schon im Vorjahr – 92 Prozent. Spitzenreiter war die Deutschschweiz (92%) vor der Romandie (89%) und dem Tessin (81%).
 
Grosse Unterschiede bestehen ebenfalls beim Gurtentragen an den verschiedenen Ortslagen: Während sich auf Autobahnen 97 Prozent der Lenker angurten, sind es ausserorts noch 93 Prozent und innerorts nur 88 Prozent. Das Unfallrisiko entspricht aber keineswegs der subjektiv empfundenen Gefahr: Auf Innerortsstrassen verunfallten 2012 mehr als doppelt so viele Fahrzeuginsassen als auf Autobahnen (5051 respektive 2357). Das Gurtentragen sollte deshalb gerade auch auf kurzen Innerortsstrecken eine Selbstverständlichkeit sein.
 
Die Tragquote bei den Rücksitzpassagieren hingegen nimmt schweizweit wieder ab. Angesichts der Tatsache, dass das Anschnallen auf den Rücksitzen 1994 obligatorisch erklärt wurde, ist die Tragquote von 72% (2011: 79% / 2012: 77%) unbefriedigend tief. Eigentlich unverständlich, gehört doch der Sicherheitsgurt nach wie vor zu den wichtigsten Lebensrettern im Strassenverkehr. Schätzungen zufolge hat er in den mehr als 50 Jahren seit seiner Erfindung den Tod von weltweit über einer Million Menschen verhindert. Würden sich alle Fahrzeuginsassen konsequent anschnallen, könnten in der Schweiz jährlich rund 30 Menschenleben gerettet und 60 schwere Verletzungen vermieden werden.
 
Obwohl die Statistiken in den letzten Jahren einen generellen Anstieg der Tragquoten auswiesen, hat die Schweiz noch einen langen Weg vor sich, um zu den Nachbarländern aufzuschliessen (zum Vergleich die 2011-er Tragquoten bei Fahrzeuglenkern innerorts: D 98%, F 96%, CH 85%). Die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention, engagiert sich deshalb weiterhin dafür, dass das Anschnallen im Auto in der Schweiz immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird – auch auf den Rücksitzen. (pd/ft)



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