04. Juli 2013

Falschbetankungen betreffen auch Flotten

Schätzungsweise 10‘000 Mal pro Jahr kommt es in der Schweiz zu einer Falschbetankung. Firmenfahrzeuge bleiben davon nicht verschont, insbesondere bei Poolfahrzeugen ist die Gefahr hoch, dass Mitarbeiter ausversehen zum falschen Treibstoff greifen. Wer dann Benzin anstatt Diesel tankt, muss mit hohen Kostenfolgen rechnen. Um solche Irrtümer zu vermeiden, rüsten europäische Autohersteller ihre Modelle zunehmend mit verwechslungssicheren Einfüllstutzen aus. Zudem gibt es spezielle Tankdeckel zum Nachrüsten.

Falschbetankungen betreffen auch Flotten

Wurde der Motor nach einer Falschbetankung noch nicht gestartet, so kann der TCS den falschen Treibstoff absaugen.

Schätzungsweise gibt es jährlich 10‘000 Falschbetankungen in der Schweiz. In rund 5‘000 Fällen leistet die TCS-Patrouille Hilfe, indem sie das betroffene Auto zum TCS-Stützpunkt oder in die Garage abschleppt und das Benzin-/Dieselgemisch absaugt.

Wer nach der Falschbetankung den Motor startet und mit dem Auto weiterfährt, muss unter Umständen mit Reparaturkosten in der Höhe von 3000 bis 5000 Franken oder mehr rechnen.

Um Verwechslungen des Treibstoffs zu vermeiden, legt der TCS Wert auf klare, unmissverständliche Beschriftungen an den Zapfsäulen. Die Autohersteller beugen der Verwechslungsgefahr vor, in dem sie ihre Neuwagen oder zumindest die Dieselmodelle zunehmend mit verwechslungssicheren Tankstutzen ausrüsten. Das verwechslungssichere Einfüllstutzen-System Easy Fuel gehört bei Ford - mit Ausnahme des Modells Ka - zur Standardausrüstung. Bei BMW und Mini verfügen alle Dieselmodelle seit 2009 serienmässig über einen Fehlbetankungsschutz. Einfüllstutzen, in die der dünnere Benzinhahn nicht eingeführt werden kann, sind seit einigen Jahren vermehrt auch in Dieselmodellen von Audi und Peugeot sowie in jüngster Zeit bei Fiat (Panda, 500L, Lancia Ypsilon), bei der neuen Mercedes S-Klasse, beim Opel Zafira Tourer 1.6 CDTI und beim VW Golf VII Standard.

Der TCS hat die Erfahrung gemacht, dass Fehlbetankungen bei solchen Fahrzeugen seltener vorkommen. Er empfiehlt den Autokäufern, sich in jedem Fall nach einem verwechslungssicheren Einfüllstutzen zu erkundigen.

Dass menschliches Versagen nie ausgeschlossen werden kann, zeigen die Fälle, wo Automobilisten bei einem leeren Tank zum Reservekanister greifen und prompt den falschen Treibstoff erwischen. Die Verwechslungsgefahr ist in solchen Fällen besonders gross.

 

TCS-Empfehlungen für Nachrüstung
Tankverschlüsse, die den Benzinhahn «nicht akzeptieren», sind auch für bereits gekaufte Diesel-PW unter der Bezeichnung «SoloDiesel», «OnlyDiesel» oder «Bouchon Diesel» erhältlich. Der «Bouchon Diesel» ist eine Erfindung zweier Brüder aus der Westschweiz. Die drei aufgeführten Produkte können im Internet, bei Grossisten aber auch bei Garagen gekauft werden. Der TCS rät zum Kauf beim Garagisten. Dieser weiss, welche Ausführung zu welchem Automodell passt und ist bei der Montage behilflich. (pd/ft)

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