31. Oktober 2018

Aufbauend!

Die Zweifel Pomy-Chips AG hat am 17. Oktober 2018 im TCS Testzentrum in Derendingen 30 neue Verteilfahrzeuge übernehmen können. Als Basisfahrzeug dient der Iveco Daily 35S14, der Aufbau stammt von der Carrosserie Hess AG in Bellach. Eine höchst aufbauende Geschichte, auch abseits der reinen Technik!

Aufbauend!

Übergabe von 30 neuen Iveco Daily im TCS Testzentrum in Derendingen.

Aufbauend!

Der speziell isolierte Aufbau trägt eigentlich die Handschrift der Krapf AG Carrosserie und Fahrzeugbau in Amriswil. Die traditionsreiche Aufbaufirma allerdings musste sich vor gut einem Jahr wegen Nachfolgeproblemen nach einer neuen Lösung umsehen, und wurde bei der Carrosserie Hess AG fündig. Wie sich heute zeigt, eine in mehrfacher Hinsicht aufbauende und vor allem gut schweizerische Lösung. Der Solothurner Fahrzeugbauer hat im Werk in Bellach die Kapazitäten geschaffen, um die Handwerkskunst des Ostschweizer Aufbauers fortzuführen. Dabei mag der Hess AG geholfen haben, dass sie selber schon reichlich Erfahrung mit der Herstellung von Kofferaufbauten vorzuweisen hat. Die Integration der neuen Produktelinie jedenfalls vollzog sich aus logistischer und produktionstechnischer Sicht innert kürzester Zeit.

 

 

Gleichwohl war die Aufgabe anspruchsvoll. Wie Roland Kämpf, Leiter Nutzfahrzeuge und Mitglied der Geschäftsleitung der Carrosserie Hess AG ausführt, sei der Kastenaufbau für die Firma Zweifel ein recht individuelles Konstrukt. Schon zu Zeiten der Firma Krapf habe die Zweifel Pomy-Chips AG die Aufbauten nach speziellen Wünschen anpassen lassen. Kurt Leuenberger, Leiter Logistik & Einkauf bei der Zweifel AG, bestätigt denn auch, dass die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag zu einem laufenden Entwicklungsprozess führten. «Im Sinne der Prozessoptimierung und des verbesserten Handlings bringen wir neue Konstruktionsvorschläge ein, die aus Rückmeldungen und Anregungen unseres Fahrpersonals aber auch aus eigenen Erkenntnissen resultieren können.» Ursprünglich galten eine hohe Nutzlast und ein isolierter Boden, so dass man ohne Kühlgerät auskommt, als Hauptkriterien. Inzwischen aber sind am Lighterm-Aufbau, der diese Voraussetzungen schon mal standardmässig erfüllt, zahlreiche Detailverbesserungen umgesetzt worden, so dass man, wie Beat Kaufmann, Verkaufsleiter Nutzfahrzeuge bei der Hess AG, scherzhaft meint, fast schon von einem «Zweifel-Aufbau» sprechen kann.

 

 

Bei den Aufbauten jüngster Machart kam denn auch gleich eine Neuheit hinzu. Der Zugang zum Laderaum über die mittig platzierte Türe am Heck ist an die Zentralverriegelung des Fahrzeugs gekoppelt worden. Im Laderaum selber wurde ein einfaches Regalsystem verbaut, das aber bis ins Detail nach den Vorstellungen des Kunden angefertigt wurde. Der Lighterm-Aufbau lässt dank seiner Leichtbauweise eine Nutzlast von +/- 1080 Kilogramm zu.

 

 

Als Basisfahrzeug setzt die Zweifel Pomy-Chips AG – man möchte fast sagen seit Urzeiten – bei den 3,5-Tönnern in der Flotte auf den Iveco Daily. Hier nun, bei der Ablieferung der jüngsten Tranche, kam der Iveco Daily 35S14 zum Zug. Mit 140 PS und einem maximalen Drehmoment von 340 Nm bringt er den Daily über das manuelle Sechsganggetriebe flott in die Gänge. Dass der Iveco Daily trotz Einhaltung der Euro-6-Norm ohne SCR, sprich: Harnstoff respektive AdBlue, auskommt, bringt ihm einen Gewichtsvorteil von 30 Kilogramm. Die Emissionsgrenzwerte hält er über eine doppelte Abgasrückführung ein. Beat Kaufmann ist denn auch vollen Lobes: «Der Daily bietet nicht nur eine hohe Nutzlast sondern bietet ab Werk auch Chassishöhen, die uns Aufbauern die Arbeit erleichtern.»

 

 

Die Zweifel Pomy-Chips AG unterhält eine Flotte von 120 Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Sie bringen es mit ihren Verteileraufgaben auf eine durchschnittliche Jahreslaufleistung von etwa 35'000 km. Bezahlt werden die Autos bar, die Wartung ist vertraglich geregelt. Die Laufzeit der Fahrzeuge beträgt in der Regel fünf Jahre, ehe sie durch Neue ersetzt werden. Und weil die Zweifel Pomy-Chips AG die Flotte in fünf Blöcke aufgeteilt hat, die jeweils vom Fahrzeugalter her um ein Jahr versetzt sind, steht jedes Jahr eine Erneuerung eines Teils der Flotte an. Das Ganze hat aber noch einen ganz anderen Begleiteffekt: Die jeweiligen Fahrerinnen und Fahrer, die ein neues Auto erhalten, werden alle fünf Jahre einer speziellen Schulung unterzogen. Auch das erweist sich als sehr aufbauend. (siehe auch Artikel «Gut und gerne 30% weniger Schadenfälle!»).  (eka)

 

www.hess-ag.ch

www.iveco.com

www.zweifel.ch



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