18. Mai 2018

Initialzündung zur Wasserstoffmobilität in der Schweiz

Die Agrola AG, AVIA Vereinigung, Coop, Coop Mineraloel AG, fenaco Genossenschaft, Migrol AG und der Migros-Genossenschafts-Bund gründen einen Förderverein mit dem Ziel, in der Schweiz gemeinsam ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen zu realisieren.

Initialzündung zur Wasserstoffmobilität in der Schweiz

(v.l.n.r.): Alexander Streitzig (Agrola AG), Patrick Staubli (AVIA Vereinigung), Jörg Ackermann (Coop), Roger Oser (Coop Mineraloel AG), Daniel Bischof (fenaco Genossenschaft), Daniel Hofer (Migrol AG), Rainer Deutschmann (Migros-Genossenschafts-Bund).

Während die Mobilität mit Batterie-Elektrofahrzeugen in aller Munde ist, steht eine zweite Form des Elektroantriebs bereits vor der Tür. Unter den Experten der Branche gilt Wasserstoff als nachhaltiger Zwischenspeicher, um Elektrofahrzeuge mit erneuerbarem Strom zu versorgen – mit einigen wichtigen Vorteilen. Die Fahrzeuge sind in wenigen Minuten betankt. Die Reichweite liegt schon heute bei 600 Kilometern und mehr. Und anstelle der Abgas-Emissionen stösst das Fahrzeug einzig Wasserdampf aus.

 

Das heisst: Wasserstoffmobilität verbindet die Vorteile eines Elektrofahrzeugs mit den Annehmlichkeiten und Gewohnheiten, die den Automobilisten seit Jahrzehnten bekannt sind. Darüber hinaus lässt sich Wasserstoff als Energieträger ideal ins System der erneuerbaren Energien einbetten und der Herkunftsnachweis ist sichergestellt.

 

Jörg Ackermann, Präsident des neu gegründeten Fördervereins und Mitglied des Managements Coop: «Die sieben Unternehmen wollen als Gründungsmitglieder des Vereins die Initialzündung geben und dazu beitragen, dass diese zukunftsweisende Technologie den Durchbruch schafft».

 

Die Technologie hat sich bisher nicht durchgesetzt, weil die Tankstellen-Infrastruktur dazu fehlte. Das wollen die Verbündeten jetzt ändern. Mit dem Betrieb von mehr als 1500 Tankstellen in der Schweiz und dem Einsatz von über 1700 schweren Nutzfahrzeugen sind sie gemeinsam in der Lage, den flächendeckenden Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur zu bewerkstelligen. Der ambitionierte Zeithorizont liegt bei 2023.

 

Im Vergleich zu Personenwagen benötigen schwere Nutzfahrzeuge jährlich das 30- bis 50-fache an Wasserstoff. Dadurch ist es mit dem Einsatz von 10 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen bereits möglich, eine Wasserstofftankstelle wirtschaftlich zu betreiben. Die Vereinsmitglieder sind so in der Lage, das Henne-Ei-Dilemma aus eigener Kraft zu lösen. Sie sind sich auch einig, dass die Herstellung von Wasserstoff einzig durch erneuerbare Energiequellen erfolgen darf, beispielsweise aus bewährter Schweizer Wasserkraft.

 

 

Während bei den Personenwagen bereits serienmässige Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff als Energieträger verfügbar sind, läuft auch die weltweite Entwicklung von Wasserstoff-LKWs und -Bussen auf Hochtouren. «Das bewährte und flächendeckend vorhandene Tankstellennetz in der Schweiz kann relativ einfach um den Energiespeicher Wasserstoff ergänzt werden, so dass damit künftig auch elektrisch angetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge versorgt werden können», bringt es Daniel Hofer, CEO Migrol AG und zugleich Präsident der Erdölvereinigung, auf den Punkt.

 

Der am 17. Mai 2018 gegründete Verein dient den Mitgliedern als Plattform und als Anlaufstelle für grundlegende technische Fragen, Entwicklungen, Beratungen und für die Definition von Standards auf Produktions-, Fahrzeug- und Tankstellenseite. Zudem stellt der Verein sicher, dass in der Schweiz alle Komponenten dieses nachhaltigen, CO2-freien Kreislaufs verfügbar sind, um die Verbreitung der Wasserstofftechnologie zu beschleunigen.

 

Der Verein selbst verfolgt keine kommerziellen Ziele und steht auch weiteren Mitgliedern offen. Die Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur erfolgen durch die einzelnen Mitglieder selbst, auf privatwirtschaftlicher Basis.  (pd/eka)



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