13. Februar 2018

ZHAW veröffentlicht neue Studie zum Thema Sharing

Beim Bike-Sharing sind die Preise im Sinkflug und die Flottengrössen massiv gewachsen, zeigt eine ZHAW-Studie zu Sharing-Konzepten in europäischen Städten. Auch beim Car-Sharing sind die Preise gesunken und die Auswahl an Fahrzeugtypen ist riesig. Neu gewinnt das Teilen von Motorrollern sprunghaft an Bedeutung.

ZHAW veröffentlicht neue Studie zum Thema Sharing
ZHAW veröffentlicht neue Studie zum Thema Sharing

Das dritte Jahr in Folge haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt und dazu in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass das Wachstum der Sharing-Economy auch im vergangenen Jahr anhielt und zu weiteren Veränderungen führte.
 

 

«Nachdem im vergangenen Jahr die Peer-to-Peer-Services – also das Car-Sharing unter Privaten – im Fokus standen, untersucht die diesjährige Studie neu zusätzlich das Scooter-Sharing», erklärt Thomas Sauter-Servaes, Studiengangleiter Verkehrssysteme an der ZHAW School of Engineering. Bei diesem Modell werden Motorroller analog wie Fahrräder zum Sharing angeboten. Das Scooter-Sharing befindet sich laut ZHAW-Studie in einem rasanten Wachstum. Besonders populär sind die Roller bereits in Berlin und Paris. In Zürich gibt es noch kein solches Angebot. Zwischen den Anbietern bestehen grosse preisliche Unterschiede. Die Kosten liegen, im Gegensatz zum Bike-Sharing, noch weit über dem öffentlichen Verkehr.
 

 

Beim Bike-Sharing fanden 2017 grosse Veränderungen aufgrund des Markteintritts neuer Anbieter statt. «Die Flottengrössen wuchsen teilweise massiv», sagt Student Sandro Dünki, der das Projekt zusammen mit Marc Aeberhard geleitet hat. «Die aggressive Expansionsstrategie der meist asiatischen Anbieter überraschte die Politik in verschiedenen Städten.» So hat Zürich gegenüber dem Vorjahr drei neue Anbieter dazugewonnen. Die Zahl der Leih-Fahrräder ist dort um über 200 Prozent auf insgesamt 1055 gestiegen. Die Fahrräder dieser neuen Anbieter können in der Regel frei abgestellt werden und sind nicht an feste Stationen gebunden. «Eine solche Art des Sharings wurde erst dank moderner Technologien und einer fast flächendeckenden Verbreitung von Smartphones möglich», so Aeberhard. Denn Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Dienstes ist es, die Fahrräder zu jeder Uhrzeit zu orten und aufschliessen zu können.
 

 

Die Nutzung von Car-Sharing-Angeboten in europäischen Grossstädten ist nach wie vor im Trend. Die Studie zeigt, dass die Fahrzeugzahlen generell zunehmen und die Preise aller Anbieter im Car-Sharing gesunken sind. «Die Preise variieren stark, so dass es sich lohnt, verschiedene Anbieter zu vergleichen», so Dünki. Die Angebote der grossen Anbieter waren dabei insgesamt etwas günstiger. In Zürich gibt es jedoch nach wie vor nur einen Anbieter. Und der öffentliche Verkehr ist in den meisten Städten noch deutlich günstiger als das Car-Sharing.
 

 

«Der Markt ist recht lebendig: Neue Anbieter kommen dazu, andere verschwinden wieder von der Bildfläche», erläutert Aeberhard. Zudem hat sich die Differenz vom Car-Sharing zum P2P-Sharing weiter verringert, Car-Sharing unter Privaten blieb aber günstiger. Ausserdem befindet sich die P2P-Sharing-Branche weiter im Aufschwung. Immer mehr Personen bieten ihr Fahrzeug auf einer Sharing-Plattform an. In den meisten untersuchten Städten ist das Angebot vor allem für eine längere Mietdauer im Vergleich mit der klassischen Autovermietung attraktiv. (rk/pd)

 

www.zhaw.ch



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