30. Oktober 2017

Occasionsmarkt Schweiz: Dieselautos weiterhin gefragt

In der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein wechselten gemäss Eurotax bis Ende September total 650'289 Occasionen den Besitzer (-2040 PW, -0,3%). Trotzdem sanken die durchschnittlichen Standzeiten auf 96 Tage (-3,0%).

Occasionsmarkt Schweiz: Dieselautos weiterhin gefragt

Von Januar bis September 2017 wechselten in der Schweiz und in Liechtenstein rund 650'000 Gebrauchtwagen den Besitzer.

Seit der Aufhebung des Mindestkurses von 1.20 Franken pro Euro durch die Schweizerische Nationalbank sind die Angebotspreise im Fachhandel für Gebrauchtwagen von Januar 2015 bis Ende 2016 um rund 10 Prozent gesunken. Mit der deutlichen Abschwächung des Schweizer Frankens im laufenden Jahr haben sich die Preise wieder stabilisiert. Auch Dieselfahrzeuge sind weiterhin gefragt. «Die erzielbaren Preise für Dieselfahrzeuge sind in der Schweiz bisher nur wenig gesunken, wenn auch leicht stärker als ihre Pendants mit Benzinmotoren», stellt Martin Novak, Managing Director von Eurotax Schweiz, fest. «Wir verzeichnen allerdings eine leichte Zunahme des Diesel-Fahrzeug-Angebotes sowie etwas längere Standtage. Beides ist noch nicht besorgniserregend. Empfehlenswert ist gleichwohl, das Angebot aufmerksamer und zeitnaher zu managen als dies bisher notwendig war.»

 

 

Insgesamt wechselten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 650'289 Gebrauchtwagen (-0,3%) den Besitzer. Wer Occasionen von Volkswagen (89'507 PW, -0,9%) im Angebot hatte, konnte sich über mangelnde Nachfrage erneut nicht beklagen. Etwas mehr als die Hälfte der Stückzahlen von Volkswagen erreichten Händler mit Gebrauchtwagen von BMW (48'648 PW, +3,8%) und Audi (48'020 PW, -1,9%), etwas weniger als die Hälfte mit Occasionen von Mercedes-Benz (43'302 PW, +4,4%) und Opel (39'124 PW, -4,5%). Dahinter verteilen sich Renault (32'443 PW, -1,8%), Peugeot (30'307 PW, -1,2%), Ford (29'281 PW, ‑3,0%) und Toyota (24'003 PW, +1,2%) auf den Rängen 6 bis 10 der Top-10-Markenrangliste des hiesigen Gebrauchtwagenmarktes.

 

 

Im Gebrauchtwagenhandel sind Standzeiten von Occasionen eine wichtige Messgrösse für die Kalkulation betriebswirtschaftlich vertretbarer Ankaufs- und Verkaufspreise. Es ist deshalb erfreulich, wenn wie in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres geschehen, die Standzeiten aller Fahrzeugsegmente sinken – und dies teilweise deutlich. Im Vorjahresvergleich gingen die Standzeiten im ersten Halbjahr auf durchschnittlich 96 Tage (-3%) zurück, obschon das Marktwachstum stagnierte (-0,3%). Weniger Ersatzbeschaffungen im Neuwagenmarkt sowie weniger Zufluss von Gebrauchtwagen aus dem Ausland führten – trotz erneut steigender Kurzzulassungen – zu einer leichten Verknappung des Angebotes.

 

 

Dass das Interesse an Gebrauchtwagen nicht zwingend mit deren Grösse oder PS-Zahl einhergeht, zeigt die Tatsache, dass sowohl Kleinwagen (90 Tage, -5,3%) als auch SUVs und Geländewagen (90 Tage, -1,1%) in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gleichermassen stark gefragt waren. In durchschnittlich unter 100 Tagen verkauften sich auch Fahrzeuge der unteren Mittelklasse (93 Tage, -5,1%), Kompakt- und Minivans (95 Tage, ‑3,1%) sowie gebrauchte Fahrzeuge der Mittelklasse (97 Tage, -2,0%). 100 Tage oder länger standen Fahrzeuge der Microklasse (100 Tage, -6,5%), der Oberen Mittelklasse (102 Tage, ‑2,9%), Coupés (118 Tage, -3,3%), Cabriolets und Roadster (119 Tage, -3,3%) sowie Fahrzeuge der Luxusklasse (120 Tage, -1,6%) auf dem Hof. Die Nachfrage nach Letzteren variiert regional besonders stark (z.B. Süd-CH: 135 Tage; +22,7% / West-CH: 115 Tage; -3,4%), weshalb Händler im Vorteil sind, die Gebrauchtwagen überregional anbieten und verschieben können. (pd/mb)

 

 

www.eurotaxpro.ch

SUCHEN

PROBEHEFT
BESTELLUNG

Telefon 043 499 18 60
Telefax 043 499 18 61
info@aboutfleet.ch