26. Oktober 2017

VW T-Roc: Ein Golf für hohe Aufgaben

VW führt die SUV-Offensive mit dem T-Roc fort. Unsere erste Fahrt mit dem neusten Wolfsburger Spross auf Golf-Basis führte uns durch Portugals Hauptstadt Lissabon.

VW T-Roc: Ein Golf für hohe Aufgaben

Text: Rafael Künzle

 

Sie ist in Gefahr, die Vormachtstellung des VW Golf. Denn nicht nur die Konkurrenz wird stetig grösser. Auch intern wollen sich die Newcomer ein Stück vom Kuchen abluchsen. Zu einem der grössten Rivalen könnte ausgerechnet der neue T-Roc avancieren, basiert dieser doch auf dem VW-Bestseller und zählt zur hippen Gilde der Kompakt-SUV –  beste Voraussetzungen für einen Kassenschlager.
 

 

Die Herzen höher schlagen lässt der 4,23 Meter lange T-Roc (-3 cm im Vergleich zum Golf) bereits von aussen. Mit seiner coupéhaften Linienführung sowie den sportlichen Proportionen hat selbst der ranghöhere Konzernbruder Audi Q2 das Nachsehen. Den kecken Auftritt rundet die Bi-Color-Lackierung mit elf Aussen- sowie drei Dachfarben gekonnt ab.
 

 

Im Innern kann der T-Roc (das T erinnert an die SUV-Geschwister Tiguan und Tuareg, während «Roc» aus dem englischen «Rock» für Fels abgeleitet wird) die Vorschusslorbeeren leider nur teilweise bestätigen. So empfängt das Cockpit die Insassen mit viel Hartplastik, da hätten wir uns mehr Liebe zum Detail erhofft. Ansonsten schöpft VW’s jüngster SUV-Spross hingegen aus dem Vollen: Bis zu 14 Assistenten sorgen für die Sicherheit, wobei Multikollisionsbremse, Spurhalteassistent und Frontassist zur Serie gehören.
 

 

Auch bezüglich Infotainment und Konnektivität rührt der T-Roc mit der grossen Kelle an und fährt neben Mirrorlink, Apps oder einer induktiven Ladefunktion für das Smartphone auf Wunsch mit einem Notruf-Service, einer automatischen Unfallmeldung oder Wetter- und Verkehrsinfos vor. Einzig auf das VW Golf Top-Infotainmentsystem «Discover Pro» inkl. 9.2 Zoll Display und Gestensteuerung, muss man verzichten. An dessen Stelle wird springt «Discover Media» mit 8,0-Zoll-Display in die Bresche. Die über 100 Parameter der Komfort-, Assistenz- und Infotainmentsysteme lassen sich dabei erstmals für den jeweiligen Fahrer personalisieren.


 

Selbst beim Platzangebot überzeugt der T-Roc. Trotz der abfallenden Dachlinie gibt’s in Reihe zwei genügend Kopffreiheit für Grossgewachsene, und selbst im Kofferraum ist das Platzangebot mit 445 Litern Segmentspitze. Die Rücksitzlehne kann dabei im Verhältnis 60/40 geteilt umgeklappt werden, wodurch ein Ladevolumen von bis zu 1290 Liter entsteht.
 

 

Keine Überraschung gibt’s bei den Aggregaten, wo wahlweise drei bewährte Diesel und drei Benziner aus dem Konzernregal mit 115, 150 sowie 190 PS arbeiten. Je nach Motorisierung fährt der T-Roc dabei mit 4x4 oder Frontantrieb, einer 6-Gang Handschaltung oder dem 7-Gang DSG vor. Auf unserer ersten Fahrt durften wir die 150 PS Diesel- und Benzinvariante testen. Der 1.5 TSI dürfte bei sportlichen Fahrern mehr Anklang finden als der gemütliche 2.0 TDI. Bezüglich Fahrwerk fährt der T-Roc auf der Komfort-Schiene, wobei die Parameter der Fahrmodi nun individuell kombiniert werden dürfen. Das Ende der Komfort-Zone wird für die Konkurrenz noch im Oktober eingeläutet, wenn der VW T-Roc ab 24'900 Franken die Strasse rockt.
 

 

Impressionen unserer ersten Fahrt mit dem VW T-Roc finden sie in unserer Rubrik Foto/Video oder unter folgendem Link: https://aboutfleet.ch/gallery

 

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