16. Oktober 2017

Audi A8: Der Selbstläufer

Ende Jahr rollt Audi die vierte A8-Generation an. Wir haben mit dem Ingolstädter Hightech-Flaggschiff in Valencia bereits eine erste Testfahrt unternommen.

Audi A8: Der Selbstläufer

Text: Rafael Künzle

 

Mit dem A8 legt nun auch Audi sein neues Flaggschiff auf. Mercedes Benz (S-Klasse) sowie BMW (7ner) waren zwar schneller, doch getreu dem Motto «Vorsprung durch Technik» setzt Audi nun zum Überholen an. Der 5,17 m oder in der Langversion gar 5,3 m (je +37 mm im Vergleich zum Vorgänger) lange A8 ist der Erste der Level 3 beim hochautomatisierten Fahren erreicht. Dabei übernimmt der A8 im Kolonnenverkehr auf der Autobahn bis 60 km/h nicht nur sämtliche Aufgaben des Fahrers, er trägt auch dessen Verantwortung. Hirn ist die zentrale Steuereinheit (zFAS), welche sämtliche Daten aus Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren sowie Lasereinheiten bündelt, und über 40 Assistenzsysteme bereithält.

 

 

So strafft der A8 bei einem drohenden Seitenaufprall nicht nur die Gurte und schliesst die Fenster, auch die Karosserie wird um 8 cm angehoben, um die Insassen besser zu schützen. Neu verzögert der Ausstiegswarner zudem das Öffnen der Türen bei einer drohenden Gefahr durch heranrückende Verkehrsteilnehmer von hinten, und Felgenkratzer sollen dank direkt über den Rädern angebrachten Kameras der Vergangenheit angehören. Selbst Parkmanöver übernimmt der A8 im Alleingang, der Fahrer braucht nur mittels Knopfdruck auf dem Smartphone das Fahrzeug zu überwachen.
 

 

Auch bezüglich Erscheinungsbild wirft sich die vierte A8-Generation in Schale und erhielt von Designer Marc Lichte eine neue Designsprache, welche die nachfolgenden Audi-Modelle übernehmen werden. Insbesondere der aufrecht stehende Singleframe-Kühlergrill wurde noch brachialer, schliesslich gilt bei der Kundschaft in Nahost sowie dem Reich der Mitte die Devise «mehr ist eben mehr».
 

 

Mehr gibt’s auch für die Insassen. Reihe zwei wartet auf Wunsch mit Einzelsitzen inklusive Rückenmassage und eigenen Bildschirmen auf, während das in feinste Materialien, wie offenporige Hölzer und handgegerbtes Leder, gehüllte Cockpit Fahrer und Beifahrer empfängt. Diese blicken nun auf zwei Touchscreens in der Mittelkonsole mit haptischem und akustischem Feedback. Für die Chefetage gibt’s hinten rechts auf Wunsch zudem einen Luxussitz, wobei sich der Beifahrersitz einklappt und dem Chef mit einer Fussmassagen die Zeit versüsst.
 

 

Den Auftakt bei den Aggregaten machen Ende 2017 zwei V6-Turbomotoren: ein 3.0 TDI mit 286 PS sowie der 3.0 TFSI mit 340 PS. Die weiteren Motorisierungen wie der 4.0 TSI (460 PS), der 449 starke 3.0 TFSI e-tron (449 PS) sowie der W12 (585 PS) folgen. Sämtliche Aggregate (ausser e-tron) verfügen über eine Mildhybridisierung inkl. Zylinderausschaltung sowie Segelfunktion, die dem Motor Pausen von bis zu 40 Sekunden gönnt.
 

 

Auch auf unserer ersten Fahrt durch Valencia genehmigten wir uns einige Pausen. Wir staunten über den Hofknicks, welcher der A8 macht (Fahrzeug hebt sich im Stillstand um vier cm fürs gediegene Ein- und Aussteigen), und konnten die Kinnlade, angesichts der mitlenkenden Hinterachse kaum schliessen. diesbezüglich läuft der A8 (Wendekreises von 11,4 m) selbst dem A4 den Rang ab Hindernisse werden durch das die Strasse im Voraus scannende Fahrwerk plattgebügelt, und für die Erleuchtung gibt’s nun Laserlicht. Ob dies reicht, um die Konkurrenz aus Stuttgart und Bayern in den Schatten zu stellen, wird sich Ende Jahr zeigen. Die Preise beginnen bei 111'800 Franken.

 

Impressionen von unserer ersten Fahrt mit dem Audi A8 durch Valencia finden Sie unter der Rubrik Foto/Video oder unter folgendem Link: https://aboutfleet.ch/gallery.

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