20. September 2017

Renault Alaskan - Erster Härtetest mit Video

Mit dem Alaskan legt Renault erstmals einen Midsize-Pick-up auf. Wir unterzogen den Bruder des Nissan Navara einem ersten Härtetest in Slowenien.

Renault Alaskan - Erster Härtetest mit Video

Text: Rafael Künzle

 

Pick-up’s mögen in unseren Breitengraden eine Randerscheinung sein. Lediglich drei Prozent der verkauften Fahrzeuge gehen in Europa auf das Konto der rustikalen Allrounder – zumindest noch. Denn seit 2009 konnten die Verkäufe um 51 Prozent zulegen. Da erstaunt es wenig, dass auch Marken wie Fiat (Fullback) oder Mercedes (X-Klasse) erstmals einen Midsize Pick-up aufs Parkett legen, um sich ein Stück des wachsenden Kuchens zu ergattern. Der neuste Streich folgt Ende Oktober mit dem Renault Alaskan, wobei dieser strenggenommen nicht brandneu ist. Bereits seit letzten Sommer ist er in Südamerika erhältlich und basiert grösstenteils auf dem aktuellen Nissan Navara. Verstecken muss sich der Franzose vor seinem japanischen Bruder aber keineswegs. Mit seinem breiten Kühlergrill, zahlreichen Chromelementen sowie den C-förmigen Tagfahrlichtern und LED-Scheinwerfern, sorgt der 5,30 m lange Alaskan für einen eigenständigen Auftritt im Stile der Renault-Familie.
 

 

Im Innern gibt’s kaum Unterschiede zum Navara – mal abgesehen vom Renault Logo auf dem Lenkrad. Der 7-Zoll TFT-Monitor mit 360-Grad Kamera wurde ebenso übernommen wie die bewährten Offroad-Helfer mit zuschaltbarem Allrad, Bergan- und Abfahrtshilfe, Geländeuntersetzung oder dem Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Auf moderne Assistenten wie einen Totwinkelwarner oder Spurhalteassistenz wurde hingegen verzichtet. Nicht verzichten muss man hingegen beim Laden: Der Alaskan trägt  bis zu 1,1 und schleppt bis zu 3,5 Tonnen. Sehr praktisch erweisen sich auf der 2,46 m2 grossen Ladefläche auch die zahlreichen Extras wie Spezialabdeckungen und Ösen zum Festzurren des Ladeguts. Für den Antrieb sorgt der aus dem Navara sowie aus der Renault Master-Serie bekannte 2,3-Liter Diesel in zwei Leistungsstufen (160/190 PS), wobei man bei der stärkeren Motorisierung zwischen einer 6-Gang Handschaltung und der 7-Stufen Automatik wählen darf, während die Gänge bei der Basismotorisierung stets von Hand sortiert werden.
 

 

Auf unserer ersten Tour durch Slowenien fuhren wir ausschliesslich die Topmotorisierung in Kombination mit der 7-Stufen Automatik. Damit hat der rustikale Franzose stets genügend Power und dürfte auch die erste Wahl der Schweizer sein (gemäss Renault Schweiz werden rund 75 Prozent der Verkäufe auf das Topaggregat mit Automatik ausfallen). Etwas Schmackes erfordert auch die Lenkung oder das Einlegen der Blinker – schliesslich dürfte der in vier Ausstattungslinien erhältliche Alaskan in erster Linie als «Büezer» zum Einsatz kommen, welcher auch in der Freizeit eine gute Figur macht. Dass Renaults erster Mid-Size Pick-up mächtig zupacken kann, steht nach einer ersten Probefahrt inklusive Offroad-Trail in Slowenien ausser Frage. Wie oft die Käufer beim vorerst als Fünfplätzer und später auch als Singlecap erhältlichen Alaskan (Preis ab 30'600 Franken exkl. MWST) zugreifen werden, bleibt offen – diesbezüglich wollte Renault Schweiz keine Prognose wagen.

Unser Video der ersten Fahrt mit dem Alaskan finden Sie in unserer Videogalerie oder unter folgendem Link:

www.youtube.com

 

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