07. September 2017

Gesamtkosten der Mobilität statt Gesamtbetriebskosten

Das Arbeitgeberinteresse an flexibler Mobilität für Angestellte schafft Wachstumschancen für kreative Lösungsanbieter im Mobilitätsmanagement, erklärt Frost & Sullivan. Voraussetzungen, die auch in der Schweiz auf offene Ohren stossen dürften.

Gesamtkosten der Mobilität statt Gesamtbetriebskosten
Gesamtkosten der Mobilität statt Gesamtbetriebskosten

Die rasch voranschreitende Akzeptanz von neuen Lösungen in der Unternehmensmobilität im umweltbewussten europäischen Markt öffnet die Türen für verschiedene Partnerschaften zwischen Mobilitätsdienstleistern. Durch die Integration von Flotten-, Reise- und Kostenmanagement sind die Anbieter im Markt in der Lage, ihren Kunden Lösungen auf Grundlage der Gesamtkosten der Mobilität anstelle von Gesamtbetriebskosten anzubieten.

 

Die aktuelle Studie European Corporate Mobility Market, 2016 ist Teil der Frost & Sullivan Growth Partnership Subscription Automotive & Transportation und hat ergeben, dass technologische Fortschritte und ein sich ausdehnendes Partnernetzwerk in der Mobilität die Bildung weiterer Partnerschaften, Fusionen und Übernahmen sowie eine Diversifizierung von Systemen und Dienstleistungen fördern wird. Die Studie untersucht die verschiedenen Anwendungsebenen als auch die zentralen Bedürfnisse, Schmerzpunkte und zukünftigen Interessen von Unternehmen in den Märkten Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden.

 

„Mit dem Aufkommen neuer und flexibler Arbeitspraktiven für Angestellte wird es einen riesigen Markt für neue Mobilitätsmodelle und Lösungen nach dem Selbstbedienungsprinzip geben,” erklärt Frost & Sullivan Mobility Research Analyst Ankita Mukherji. „Da die Mehrheit der Unternehmen mit multi-modalen Lösungen arbeitet, sollten sich Diensteanbieter in der Unternehmensmobilität auf die Entwicklung integrierter Lösungen konzentrieren, die flexibel und vielseitig genug sind, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Endnutzer gerecht zu werden. Bisher haben die europäischen Unternehmen eine Vorliebe für Carsharing für Unternehmen, integrierte Mobilitätsplattformen und Mobilitätsbudgets gezeigt.”

 

Lösungsanbieter im Bereich Mobilitätsmanagement haben für ihre Produkte einen riesigen Markt erkannt, doch müssen sie noch einige Hürden in Form von Unternehmensrichtlinien nehmen. Beispielsweise verhindern Beschränkungen in Unternehmen die Akzeptanz und weitere Einführung ihrer Lösungen, wenn diese durch unternehmenseigene Geräte den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Zudem muss ein integriertes Mobilitätskonzept mit Kundensystemen verknüpfbar sein, was technisch kompliziert sein kann. Die Einführung einer neuen Technologie wird letztlich auch bei einigen Interessengruppen auf Abneigung stossen, besonders für Lösungen, die sämtliche Mitarbeiterebenen betreffen.

 

„Um eher abgeneigte Unternehmen und Mitarbeiter zu überzeugen, könnten die Lösungsanbieter in der Unternehmensmobilität eine Mischung aus altbekannten und neuen Mobilitätslösungen anbieten,” erklärt Mukherji. „Eine Untersuchung der Marktteilnehmer hat ergeben, dass das Angebot von Management-Informationen als Dienstleistung (engl. management information-as-a-service) eine Möglichkeit darstellt, da 31 Prozent der Unternehmen ihre Umweltbelastung nicht aktiv kontrollieren. Weiterhin könnten Mobilitätsdienstleister zusätzlichen Umsatz durch Telematikdienste generieren, da 46 Prozent der Befragten den Kilometerstand und die Laufleistung des Fahrzeugs überwachen.”  (pd/eka)

 

Automotive & Transportation

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