27. April 2017

Bott beweist: Professionelle Fahrzeugeinrichtungen sind crashsicher (Teil 1)

Ein Crashtest zum Thema Ladungssicherung im Dynamic Text Center DTC in Vauffelin in Zusammenarbeit mit den Basler Versicherungen und dem Fahrzeug- und Betriebseinrichter Bott Schweiz AG bewies: Professionelle Fahrzeugeinrichtungen überstehen auch grobe Auffahrunfälle nahezu unbeschadet und sorgen dafür, dass im Laderaum nichts zum Geschoss wird.

Bott beweist: Professionelle Fahrzeugeinrichtungen sind crashsicher (Teil 1)

Hier schlägt der Fiat Ducato mit 70 km/h auf den stehenden und ungebremsten Hyundai Galloper auf.

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Text: Christoph Schmutz
Fotos: cs/DTC

 

Testobjekt ist ein Fiat Ducato-Transporter, den die DTC-Techniker auf dem Aussengelände in Vauffelin mit Tempo 70 auf einen stehenden ungebremsten Hyundai Galloper auffahren lassen. Der Laderaum des Ducato ist durch ein Maschendrahtgitter der Länge nach in zwei Hälften unterteilt. Rechts sind dutzende Pakete mit realen Gegenständen gestapelt, nach hinten nur durch ein Textilnetz gesichert. Links ist auf der ganzen Länge des Laderaums ein Gestell mit Regalen und Schubfächern aus der bott-vario-Reihe montiert. Die Schubladen und Behälter auf den Gestellen sind bestückt mit Gewichten, um eine Vollausstattung mit Werkzeugen und dergleichen zu simulieren. Die linke Seite des Laderaums ist gegen den das Cockpit durch eine fest verschraubte Trennwand aus Blech getrennt. Rechts ist die Trennung zwischen Laderaum und Cockpit lediglich ein Stahlgitter, wie das in vielen Transportern der Fall ist.

 

Zwei Welten: Ladungssicherung und Crashsicherheit

Beim Crash entsteht laut Raphael Murri, Bereichsleiter passive Sicherheit beim DTC durch das Auffahren beim Ducato eine Geschwindigkeitsreduktion von 30 km/h. Das ist vergleichbar mit einem Frontalaufprall mit Tempo 30 auf ein starres Hindernis. Das Resultat ist eindrücklich. Rechts durchbrechen die Pakete mit ausgedienten Elektronikgeräten und zum Teil auch Stahlstangen das Stahlgitter mühelos und zertrümmern die Rückenlehne des Beifahrersitzes. Links ist aufgrund des Aufpralls auf den ersten Blick überhaupt nichts passiert. Erst bei näherem Hinschauen wird ersichtlich, dass der eine oder andere Behälter auf den Regalen leicht verrutscht ist. Ebenso ist ein vertikaler Träger des Gestells leicht deformiert und zwei Befestigungswinkel. Alle Schubfächer funktionieren aber noch und nichts ist aus dem Gestell gefallen.

 

Raphael Murri nach dem Crash: «Das Beispiel zeigt, dass man Ladungssicherung und Crashsicherheit einer Ladung nicht vergleichen kann. Die verbindlichen Grenzwerte nach dem Stand der Technik für Ladungssicherung in allen Fahrzeugen betragen Belastungen der Beladung von 0,8 g nach vorne und 0,5 g nach hinten und seitlich. Das sind Werte, die man in keinen Gesetzen findet, die aber hinzugezogen werden, wenn es zu einem Unfall kommt und Ladungssicherung zum Thema wird», erklärt Murri. Und weiter: «Hier beim Crash haben Belastungen von 20 g gewirkt. Bott testet seine Systeme in Crashs sogar mit Belastungen von bis zu 50 g, was einem Aufprall auf ein starres Hindernis mit Tempo 50 entspricht.»

 

Technische Finessen von Fahrzeugeinrichtungen

In solchen Fällen hilft die beste Ladungssicherung nichts. Da braucht’s professionelle Fahrzeugeinrichtungen wie Systeme von Bott, um Gegenstände im Laderaum an Ort und Stelle zu halten. Jürgen Dahner, Produktemanager bei Bott in Deutschland und Verantwortlicher Crashteststs erklärt die Besonderheiten moderner Fahrzeugeinrichtungen. «Die Fahrzeughersteller verbauen aus Gewichtsgründen zum Teil immer dünnere Bleche. Das bedingt immer wie mehr flächenhafte Fixierungen unserer Fahrzeugeinrichtungen, die wir teils mit Klebemethoden, teils mit Schienensystemen bewerkstelligen, um die Kräfte im Crashfall auf mehrere Punkte zu verteilen. Ebenso benützen wir etwa Winkelbleche als Fixierelemente, die nicht einmal um 90 Grad abgebogen sind, sondern zweimal um 45. Das wirkt dann im Crashfall, wenn hohe Kräfte auf solche Elemente wirken, dass sie sich dehnen können und nicht gleich brechen.»

 

«Genau aus solchen Gründen ist es wichtig, dass Fahrzeugeinbauten von zertifizierten Einbauprofis vorgenommen werden», ergänzt Daniel Mauerhofer, Vertriebsleiter der Bott Schweiz AG. «Zertifizierter Einbau heisst, die Fixierpunkte sind gemäss Hersteller und Crashtests genau definiert. Nur wenn diese Angaben bei der Montage der Elemente der Fahrzeugeinrichtung berücksichtigt werden, ist auch die Crashsicherheit gewährleistet.»

 

Zu Teil 2 der Reportage

 

Video zum Crash

www.dtc-ag.ch

www.bott-schweiz.ch

www.basler.ch

 

Bilderdownload:

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