Amag erhöht seinen Marktanteil auf 32,1 Prozent und widersteht dem schrumpfenden Automarkt.
Posted by: Mario Borri
Im Sorell Hotel auf dem Zürichberg fand die traditionelle Jahrespressekonferenz statt, zu der die Amag eingeladen hatte. CEO Helmut Ruhl und Unternehmenssprecher Dino Graf begrüssten zahlreiche Auto- und Wirtschaftsjournalisten, die ihrer Einladung gefolgt waren. Es wurden erfreuliche Neuigkeiten präsentiert.
Hatten Erfreuliches zu berichten: Amag-CEO Helmut Ruhl (r.) und Leiter Group Communication Dino Graf.
Die Amag Gruppe trotzte den schwierigen Rahmenbedingungen und schloss das Jahr 2025 sehr erfolgreich ab. Trotz des anhaltenden Abwärtstrends auf dem Schweizer Fahrzeugmarkt, bei dem die Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 233’737 Personenwagen fielen, konnte Amag ihren Marktanteil auf beeindruckende 32,1 Prozent erhöhen. Das ist der zweithöchste Wert in der Firmengeschichte. Die Gruppe verzeichnete mit etwa 7500 Beschäftigten und 800 Auszubildenden einen konsolidierten Jahresumsatz von 5,0 Milliarden Franken.
Die Amag-Marken im Detail: Volkswagen behauptete mit 25’607 verkauften Einheiten zum 27. Mal hintereinander die Spitzenposition im Markt. Der VW Tiguan führte mit 5181 Zulassungen die Liste der meistverkauften Autos in der Schweiz an. Skoda erreichte mit 22'290 Neuzulassungen und einem Rekordmarktanteil von 9,5 Prozent erstmals den zweiten Platz, während Audi mit 17'225 Zulassungen (7,4% Marktanteil) den fünften und Seat/Cupra mit 9905 Zulassungen (4,2% Marktanteil) den siebten Platz belegten. Sechs der zehn meistverkauften Modelle stammten aus dem Hause Amag.
Auch im Bereich der Elektromobilität konnte die Amag ihre führende Position weiter stärken. Mit dem Verkauf von 16’508 Elektrofahrzeugen erreichten die Marken der Gruppe einen Marktanteil von 31,0 Prozent bei den Personenwagen. CEO Helmut Ruhl erklärte den Erfolg wie folgt: «Trotz des Technologiewandels und eines schrumpfenden Marktes konnten wir unsere Position stärken, was die Qualität unserer Produkte und Marken, unsere strategische Ausrichtung, das Engagement unserer Handels- und Servicepartner sowie das Vertrauen unserer Kunden beweist.»
Parallel dazu investierte die Amag weiterhin in integrierte Energie- und Mobilitätslösungen. Mit der neuen Urban Electric Car Family werden bezahlbare Elektromodelle wie der VW ID. Polo, der Cupra Raval und der Skoda Epiq eingeführt, die neue Marktsegmente erschließen sollen. Das Angebot wird durch neue Ladestationen ergänzt, die Zugang zu etwa 20’000 Ladepunkten in der Schweiz und über einer Million in ganz Europa bieten, sowie durch einen speziellen Tarif von 28 Rappen an ausgewählten Standorten.
Auch im Energiebereich setzte die Gruppe neue Akzente: Helion Energy AG, ein Unternehmen der Amag-Gruppe, errichtete im Jahr 2025 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 52,4 GWh und installierte unter anderem Schnellladestationen für die Migrol-Gruppe. Das Leasinggeschäft entwickelte sich stabil, unterstützt durch mehrere Anleiheemissionen, einschließlich Green Bonds.
Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen unterstrich Ruhl: «Transformation ist eine Aufgabe, die wir gemeinsam angehen müssen.» Der erzielte Marktanteil im Jahr 2025 verdeutlicht den Anspruch der Amag, die Transformation hin zu erneuerbarer Mobilität aktiv zu gestalten und ihre führende Rolle als Anbieterin integrierter Mobilitätslösungen in der Schweiz weiter auszubauen.
Für den langjährigen Unternehmenssprecher Dino Graf markierte dieses Jahr die letzte Jahres-Pressekonferenz. Graf wird zur Mitte des Jahres als Geschäftsführer zur neu gegründeten Amag Classic wechseln, wo er seiner Leidenschaft für historische Fahrzeuge nachgehen wird.




