13. Dezember 2016

Renault Zoe: Ein kompaktes Energiebündel

Renault erhöht die Reichweite beim E-Mobil Zoe auf 400 Kilometer gemäss NEFZ und bietet dessen Lithium-Ionen-Batterie neu auch zum Kauf an. aboutFLEET testete den französischen Kompaktstromer auf einer ersten Fahrt durch Lissabon.

Renault Zoe: Ein kompaktes Energiebündel

Text: Rafael Künzle

 

Jetzt reichts! Nicht, dass wir am Ende unserer Tour durch Lissabon die Nase von Renaults neuem Zoe voll hätten - im Gegenteil. Mit 400 Kilometern Reichweite gemäss NEFZ, dürfte der Zoe auch die letzten Zweifel bezüglich Alltagstauglichkeit eines kompakten Elektroautos ausräumen.


Möglich machts die neue Z.E 40 Batterie mit 41 kWh Kapazität in Verbindung mit dem von Renault entwickelten Elektromotor R90 (92 PS). Die im Vergleich zur Vorgängerin lediglich 22 Kilogramm schwere Batterie kann an einer 43-kw-Ladestation in einer Stunde und 40 Minuten auf 80 Prozent geladen werden. Wem dies zu lange dauert, darf auf den von Continental entwickelten Q90-Motor mit 88 PS und einer NEFZ-Reichweite von 370 Kilometern zurückgreifen. Dessen 41 kWh-Batterie erreicht vier Fünftel ihrer Kapazität bereits nach 65 Minuten (43kw-Ladestation), muss bei der Reichweite aber etwas zurückstecken (370 km gemäss NEFZ). Weiter im Angebot bleibt die 22 kWh-Batterie des Vorgängers, womit es der Zoe gemäss NEFZ 240 Kilometer weit schafft. Wobei der NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) ein theoretischer Wert ist: Auf unserer Tour lag die Reichweite bei rund 250 Kilometern, während Renault von 200 bis 300 Kilometern im Realbetrieb spricht.


Verantwortlich für die erhöhte Reichweite ist neben der grösseren Kapazität der Lithium-Ionen-Batterie der sogenannte «Range OptimiZEr». Erstmals im Automobilbereich kommt dabei eine Klimaanlage zum Einsatz, die nach dem Prinzip einer 2-Kreis-Wärmepumpe funktioniert. Da ein Grossteil der Energie zum Heizen und Kühlen des Innenraums nicht mehr aus der Batterie, sondern aus der Umgebungsluft bezogen wird, benötigt das System weniger Energie. Zudem können die Batterien wie bis anhin gemietet (ab 79 Franken pro Monat) und neu auch für 10'000 Franken gekauft werden.

 

Ansonsten bleibt sich der 4,08 Meter kurze Franzose weitgehend treu: Innen gibt es neue Türverkleidungen, aussen zwei neue Farben (Rot und Titanium-Grau) - dies gilt auch fürs Fahrverhalten. Trotz fehlendem Elektro-Punch (0 bis 100 km/h in 13,2 Sekunden) macht der knapp 1,5 Tonnen schwere Zoe mit seinem tiefen Schwerpunkt vor allem in der City und auf Landstrassen eine gute Figur. Auf der Autobahn (vMax; 135 km/h) mimen die Passagiere, bedingt durch das komfortabel abgestimmte Fahrwerk, auch mal ungewollt den Wackeldackel. Ein Wackelkandidat ist der neue Zoe (ab Januar 2017 für 21'500 Franken - ohne Batterie) aber keineswegs. Vielmehr unterstreicht der Fünftürer, dass auch kompakte Elektroautos im Alltag bestehen können (Kofferraum 338 bis 1225 Liter).

 

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