09. November 2012

Navigation via Smartphone: Gut, aber teuer

Smartphone-Apps mit Navigationsfunktion bieten sich als praktische Alternative zu mobilen Navigationsgeräten an. Der TCS hat acht verschiedene Apps auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Die Resultate sind gut, insbesondere im Ausland sollten aber die anfallenden Kosten beachtet werden.

Navigation via Smartphone: Gut, aber teuer

Smartphone-Apps mit Navigationsfunktion funktionieren laut einem TCS-Test gut.

Getestet wurden acht verschiedene Smartphone-Applikationen auf drei der gängigsten Smartphones (iPhone 4, Samsung Galaxy S3 und Nokia X7). Im Vergleich zu einem portablem Navigationssystem wurde dabei auch untersucht, ob die Apps Verkehrsmeldungen empfangen, wie sie diese in die Streckenführung einarbeiten und in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen.

Unterschiede bei der Streckenführung
Die Hauptaufgabe, die Navigation, erledigten alle acht Apps ohne grosse Schwierigkeiten und gravierende Fehler. Beachtet man bei der Routenführung auch die aktuelle Verkehrslage, lassen sich jedoch Unterschiede feststellen.

Am zuverlässigsten am Stau vorbei führt TomTom Traffic. Die App erkennt auch abseits von Hauptstrassen zahlreiche Verkehrsstörungen. Auch die Routenführung von Garmin führt konsequent an Verkehrsstörungen vorbei und wusste im Test zu überzeugen. Die Anwendungen von Navigon und Falk berechnen jeweils drei Routen und bieten dem Nutzer somit eine Auswahl. Allerdings werden Verkehrsstörungen zwar erkannt, aber nicht bei allen Streckenführungen berücksichtigt. Auch die Navigationssysteme von Sygic und Nokia beachten bei der Routenführung nicht immer die bereits erkannten Verkehrsstörungen. Google Maps und Skobbler integrieren keine Verkehrsinformationen in die Streckenberechnung.

Sinnvolle Zusatzfunktionen
Mit Ausnahme von Google Maps sind bei allen Apps im Test Funktionen zuschaltbar um bei der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu warnen. Es gilt festzuhalten, dass die bei den Apps hinterlegten Höchstgeschwindigkeiten mehr als Richtwerte denn als absolut gültige Angaben zu verstehen sind. Der TCS empfiehlt, die Geschwindigkeit an die vor Ort signalisierten Höchstwerte anzupassen.

Viele Apps bieten zusätzlich auch eine Stau-Info-Übersichtskarte. Die meisten dieser Karten haben jedoch noch Verbesserungspotenzial: Zu oft wird die Übersicht von unwichtigen Informationen oder durch zu grosse Icons verdeckt.

Achtung vor hohen Roaming-Gebühren
Im Unterschied zu mobilen Navigationsgeräten erhalten Smartphone-Apps ohne Daten-Roaming im Ausland keine Verkehrsinformationen; auch nicht jene, die über den kostenlosen TMC (Traffic Message Channel) via Radio übermittelt werden. Daten-Roaming im Ausland kann jedoch – je nach Mobilfunkanbieter und Vertragsbedingungen – hohe Kosten verursachen.

Deshalb sind mobile Navigationsgeräte für Auslandfahrten vorteilhafter. Sie sind zwar teurer in der Anschaffung, aber viele empfangen Staumeldungen via TMC, im Ausland sogar Navteq-Traffic, ohne Mehrkosten.

Ausrüstung und Handhabung
Mobile Navigationsgeräte enthalten meist schon im Lieferumfang eine Halterung und eine Kurzanleitung. Für die Nutzung von Smartphone-Apps hingegen müssen Halterungen und USB-Adapter separat besorgt werden.

Bei mobilen Navigationsgeräten ist die Sprachausgabe lauter und verständlicher als bei den Smartphone-Apps. Bei letzteren sind die akustischen Anweisungen auch bei maximaler Lautstärke noch zu leise.

Grundsätzlich werden bei der Nutzung von mobilen Navigationsgeräten auch weniger persönliche Daten preisgegeben als bei der Nutzung von Smartphones. Im Unterschied zu persönlichen Mobiltelefonen können mobile Navigationsgeräte natürlich auch einfacher an andere Personen weitergegeben werden.

Ein Vorteil der Smartphone-Apps liegt darin, dass das Mobiltetelefon verwendet und erweitert werden kann und kein zusätzliches Gerät angeschafft werden muss. (pd/ft)

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