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01.07.2026

Studie: Flottenelektrifizierung wird strategischer

Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten gewinnt weiter an Dynamik. Das zeigt die Fleet Charging Study 2026 von USCALE. Unternehmen investieren zunehmend strategisch in Ladeinfrastruktur und IT, während hohe Fahrzeugkosten als Hemmnis an Bedeutung verlieren.

Studie: Flottenelektrifizierung wird strategischer

Für die Fleet Charging Study 2026 hat USCALE im April 1'213 Fuhrparkverantwortliche aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Grössen in Deutschland befragt. Die Untersuchung beleuchtet den aktuellen Stand der Flottenelektrifizierung sowie die Anforderungen an Depotladen, öffentliches Laden und digitale Lademanagement-Lösungen.

Ein zentrales Ergebnis: Die Kosten für Elektrofahrzeuge spielen bei der Zurückhaltung vieler Unternehmen eine deutlich geringere Rolle als noch vor zwei Jahren. Während 2024 noch 52 Prozent der Unternehmen die hohen Anschaffungskosten als grösstes Hindernis nannten, sind es heute noch 29 Prozent. Stattdessen geben 41 Prozent an, dass derzeit andere unternehmerische Prioritäten im Vordergrund stehen.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen mit elektrifizierten Flotten verfolgt inzwischen eine langfristige Strategie. Gleichzeitig investieren 48 Prozent bewusst schrittweise in Ladeinfrastruktur, um auf technologische Entwicklungen flexibel reagieren zu können.

Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur werden AC- und DC-Ladelösungen gleichermassen berücksichtigt. Entscheidend bei der Auswahl sind vor allem die Erweiterbarkeit der Systeme, technische Funktionen und die Anbindung an bestehende IT-Landschaften.

Auch die Integration von Lademanagement-Software gewinnt an Bedeutung. Während bislang vor allem das Fuhrparkmanagement-System im Mittelpunkt stand, entwickelt sich das Lademanagement zunehmend zu einem eigenständigen Baustein der Unternehmens-IT. 44 Prozent der befragten Unternehmen möchten beide Systeme miteinander verknüpfen, grössere Unternehmen sogar häufiger.

Beim öffentlichen Laden bleiben Preis und Netzabdeckung die wichtigsten Auswahlkriterien. Akzeptanznetzwerke, Mineralölgesellschaften und Ladepunktbetreiber liegen bei der Nutzung nahezu gleichauf, unterscheiden sich jedoch in ihrer Positionierung: Während Akzeptanznetzwerke vor allem mit einer guten Systemintegration überzeugen, punkten Ladepunktbetreiber mit attraktiven Tarifen. Laut USCALE dürfte genau dieses Spannungsfeld entscheidend dafür sein, welche Anbieter sich künftig im Flotten-Lademarkt durchsetzen.

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