Langstreckenläufer mit Stecker
Posted by: Fabio Simeon
Zum Auftakt des aboutFLEET-Dauertests musste der Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid auf die Langstrecke: Rund 3000 Kilometer führten quer durch Italien bis in den Salento und zurück.
Der Dauertestwagen in Fiord Blue mit speziellen 18-Zoll-Rädern vor für den Salento typischen Trulli-Häusern.
Text/Bilder: Mario Borri
Die nächsten sechs Monate setzt die aboutFLEET-Redaktion auf den erneuerten Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid. Zum neuen Modelljahr erhielt der Kompaktkombi nicht nur die aktuelle Cupra-Designsprache mit markanter Hai-Nase («Sharknose») und dreieckigen Matrix-LED-Scheinwerfern, sondern auch eine komplett neue Plug-in-Hybridgeneration mit 204 PS (150 kW) Systemleistung, optimiertem 1,5-Liter-Turbobenziner, deutlich grösserer Batterie (19,7 kWh netto) für rein elektrische Reichweiten von mehr als 100 km sowie Schnellladefähigkeit.
Erste Bewährungsprobe: Kaum übernommen, musste der Sportstourer zeigen, was in ihm steckt. Ziel der ersten grossen Reise war der Salento, der Absatz des italienischen Stiefels. Hin- und Rückweg summierten sich auf rund 3000 Kilometer.
Wo immer möglich, wurde der Akku geladen. Gerade auf der Fahrt auf der «Strada del Sole» entlang der Adriaküste funktionierte das problemlos: Bis etwa auf die Höhe von Foggia standen an nahezu jeder zweiten Raststätte Schnellladesäulen bereit, die sich unkompliziert per Kreditkarte freischalten liessen. Ein Vorteil, den nur wenige Plug-in-Hybride bieten: Der Cupra kann mit bis zu 50 kW Gleichstrom laden. So war der Akku in rund 20 Minuten wieder von 0 auf 100 Prozent gefüllt.
Effizient unterwegs: Auf der Autobahn war überwiegend der Hybridmodus aktiviert. Dabei übernimmt der Elektromotor vor allem unterstützende Aufgaben, während der Verbrenner die Hauptarbeit leistet. Trotz Reisegeschwindigkeiten um 130 km/h pendelte sich der Verbrauch dadurch auf rund drei Liter pro 100 Kilometer ein.
Weiter südlich nahm die Dichte an Schnellladern allerdings deutlich ab, teilweise fehlten sie ganz. Entsprechend legte der Verbrennungsmotor den Grossteil der Arbeit zurück. Ganz leer war die Batterie dennoch nie: Angefahren wurde stets elektrisch, und auch zwischendurch steuerte der Elektromotor immer wieder Unterstützung bei. Am Ende der Reise stand ein Gesamtverbrauch von knapp unter fünf Litern pro 100 Kilometer – ein Wert, mit dem sich auch ein moderner Diesel kaum hätte absetzen können.
Sportlich abgestimmt: Die für Cupra typische straffe Fahrwerksabstimmung machte sich auf den oft stark beschädigten Strassen im tiefen Süden Italiens deutlich bemerkbar. Die zahlreichen Schlaglöcher im Salento bekamen die Insassen nahezu ungefiltert zu spüren. Die Sportsitze überzeugten dagegen auch auf langen Etappen mit gutem Komfort. Ebenso bewährte sich der grosszügige Kombi-Kofferraum, der ausreichend Platz für Reisegepäck und die Mitbringsel aus Apulien bot.
Gelungener Auftakt: Der Auftakt unseres Dauertests ist damit gelungen. Der Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid überzeugte auf der Langstrecke vor allem mit seiner effizienten Antriebskombination, der alltagstauglichen elektrischen Reichweite und der ungewöhnlichen Schnellladefähigkeit – Eigenschaften, die ihn gerade für Vielfahrer besonders interessant machen.




