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23.06.2026

Immer mehr Schweizer planen Ferienfahrten mit dem Elektroauto

Für längere Autoferien gewinnt das Elektroauto in der Schweiz weiter an Akzeptanz. Laut einer Studie von AutoScout24 und YouGov werden ein bis zwei Ladestopps auf einer rund 600 Kilometer langen Strecke von der Mehrheit der Befragten problemlos akzeptiert.

Das Auto bleibt für Ferienreisen das bevorzugte Verkehrsmittel der Schweizer Bevölkerung. Besonders geschätzt werden die Flexibilität am Ferienort, der unkomplizierte Gepäcktransport sowie die Unabhängigkeit bei der Reiseplanung. Gleichzeitig wächst die Offenheit gegenüber Elektrofahrzeugen – auch für längere Strecken.

Während Befragte für Ferienfahrten durchschnittlich eine Reichweite von rund 630 Kilometern erwarten, zeigen sich Kaufinteressierte deutlich pragmatischer. Wer einem Elektroauto grundsätzlich offen gegenübersteht, hält bereits eine Reichweite von knapp 530 Kilometern für ausreichend. Zudem würden die meisten auf einer etwa 600 Kilometer langen Reise ein bis zwei Ladestopps ohne Weiteres in Kauf nehmen.

Als wichtigste Gründe für den Kauf eines Elektroautos nennen die Befragten die tieferen Betriebskosten sowie Umwelt- und Klimaschutz – jeweils 55 Prozent der Teilnehmenden bewerten diese Faktoren als entscheidend. Fast jede zweite Person sieht zudem die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern als wichtigen Vorteil. Das durchschnittliche Budget für den Kauf eines Elektroautos liegt derzeit bei rund 39'000 Franken.

Die steigende Akzeptanz spiegelt sich auch auf AutoScout24 wider. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni 2026 nahmen die Suchanfragen nach Elektroautos gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent zu. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei den Kontaktanfragen an Verkäufer mit plus 40 Prozent aus. Gleichzeitig stieg die Zahl erfolgreicher Fahrzeugverkäufe um 16 Prozent.

Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung sind sinkende Fahrzeugpreise. Neue Elektroautos wurden innerhalb eines Jahres im Durchschnitt rund zehn Prozent günstiger und kosten auf AutoScout24 noch etwa 51'700 Franken. Auch gebrauchte Elektrofahrzeuge verzeichneten einen leichten Preisrückgang. Gleichzeitig soll ein standardisiertes Batteriezertifikat mehr Transparenz über den Gesundheitszustand der Batterie schaffen und das Vertrauen beim Kauf gebrauchter Elektroautos stärken.

Regionale Unterschiede zeigen sich weiterhin bei den beliebtesten Modellen. Schweizweit zählen das Tesla Model 3, der Škoda Enyaq iV und der Audi Q4 e-tron zu den meistgefragten Elektroautos. In Zürich führt das Tesla Model 3 die Verkaufsstatistik an, in Bern steht der Volvo EX30 an der Spitze, während in den Kantonen Zug und Genf Premium-Modelle wie der Porsche Taycan besonders gefragt sind. Damit zeigt sich: Die Elektromobilität gewinnt in der ganzen Schweiz an Bedeutung – die Modellvorlieben bleiben jedoch regional unterschiedlich.

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