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08.07.2026

Halbjahresergebnisse: Wachstum dank Nutzfahrzeugen

Im ersten Halbjahr 2026 erholte sich der Markt für neue Nutzfahrzeuge in der Schweiz stärker als der Markt für Personenwagen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten haben zahlreiche Unternehmen in die Erneuerung ihrer Fuhrparks investiert.

Halbjahresergebnisse: Wachstum dank Nutzfahrzeugen

Vom Januar bis zum Juniende 2026 wurden insgesamt 19'597 leichte sowie schwere Nutzfahrzeuge und Personentransportmittel neu zugelassen. Dies stellt eine Zunahme von 5,4 Prozent im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2025 dar. Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Unsicherheiten treffen viele Unternehmen nun verzögerte Investitionsentscheidungen. Besonders profitabel zeigt sich dies für schwere Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen, deren Anzahl der Erstzulassungen um 9,2 Prozent auf 2155 Fahrzeuge anstieg.

 

Ebenfalls bei den Personentransportfahrzeugen – dazu zählen Wohnmobile, Kleinbusse, Cars und Busse – verzeichnet man mit 3'206 neuen Zulassungen einen Anstieg von 4,2 Prozent. Das Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen erlebte ebenfalls ein Wachstum von 5,1 Prozent und erreichte somit 14'236 Registrierungen. Viele kleine bis mittelständische Unternehmen (KMU) tätigen wegen der weiterhin unsicheren Wirtschaftslage vorsichtige Investitionen und erneuern ihre Fahrzeugflotten später als vorgesehen. Dennoch zeigt sich im Laufe des zweiten Quartals eine leichte Abmilderung der Rückgänge aus vorherigen Quartalen.

 

Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, erläutert: «Die erste Jahreshälfte hat verdeutlicht, dass dort in neue Antriebstechnologien investiert wird, wo sie sich betrieblich und wirtschaftlich als sinnvoll erweisen.» «Langfristig stabile Rahmenbedingungen sind daher umso entscheidender, um Planungssicherheit bei Investitionen zu gewährleisten», fügt Rücker hinzu. Erneut appelliert Auto-Schweiz an das Parlament, die Entwicklung der Elektromobilität nicht zu behindern. Ein Blick in die Statistik offenbart, dass in der Gewichtsklasse von 3,6 bis 16 Tonnen der Elektrifizierungsgrad noch sehr niedrig ist – obwohl auch diese Fahrzeuge der Schwerverkehrsabgabe (LSVA) unterliegen. Thomas Rücker betont: «Alternative Antriebsarten werden nur dann akzeptiert, wenn sie für die Transportunternehmen wirtschaftlich sind. Die Güter müssen zu vergleichbaren Gesamtkosten befördert werden können, was momentan noch nicht in allen Gewichtsklassen und für alle Einsatzzwecke gegeben ist.»

 

Der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge (BEV) bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen bleibt bedeutend. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 erreichte er 26,3 Prozent. Somit ist mehr als jedes vierte neu registrierte Fahrzeug in dieser Kategorie elektrisch betrieben, getrieben durch eine starke Marktnachfrage, insbesondere in der Gewichtsklasse ab 18 Tonnen. Bei den leichten Nutzfahrzeugen wie Lieferwagen und leichten Sattelschleppern bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht liegt der BEV-Anteil hingegen nur bei 13,9 Prozent.

 

Zusammen mit den 116'548 neuen Personenwagen wurden im ersten Halbjahr 2026 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 136'145 neue Motorfahrzeuge zugelassen. Das ist ein Anstieg um 4'423 Fahrzeuge oder 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

www.auto.swiss 

 

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