24. April 2014

Nah am Nutzer

Mit genauso einfachen wie cleveren Lösungen sind die neuen Renault Trafic und Opel Vivaro vielseitig nutzbare Lasttiere. Neue Motoren, ein ausgeklügelter Laderaum und das neue, ansprechende Design dürften zu einem Erfolg der beiden LCV beitragen.

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Der neue Renault Trafic.

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Text: Manuela Diethelm

Der Schulterschluss zwischen Renault und Opel im Leichten-Nutzfahrzeug-Segment hat neue Früchte getragen: Trafic und Vivaro werden zwar erst ab Sommer erhältlich sein, bieten aber echte Vorteile gegenüber ihren Vorgängern. Und davon ist das neue, freche, fast aggressive Design nur ein Aspekt. Ein Büro auf vier Rädern wollen Renault Trafic und Opel Vivaro sein, bei der Entwicklung seien Anregungen der Nutzer eingeflossen. Und das spürte man beim ersten Eindruck auch, der Journalisten Mitte April gewährt wurde, bevor die beiden baugleichen Transporter am 29. April in Birmingham Weltpremiere feierten.


Die Lösungen und Raffinessen, die von den Ingenieuren umgesetzt worden sind, sind clever: Beide Versionen sind mit zwei Längen von 4,998 oder 5,398 Metern erhältlich. So werden 5,2 beziehungsweise 8,6 Kubikmeter Laderaum geboten. In der Langversion lassen sich dank Nischen im Laderaum und einer Klappe, die unter dem Beifahrersitz befestigt ist, schmale Gegenstände von bis zu 4,15 Metern laden. Dies auch dank der zusätzlichen 11 cm, die der vorgängigen Karosserie «angehängt» wurden, sodass die Abmessungen, Befestigungspunkte und Aussparungen des Laderaums identisch geblieben sind. Dadurch lassen sich bestehende Installationen eins zu eins in die neuen Versionen übernehmen und somit die Investition in neue Einrichtungen und Einbauten sparen. Längere Gegenstände finden in den LCV ebenfalls Platz – dann lassen sich zwar nicht beide Türen schliessen, dank der individuellen Verriegelung kann aber die linke Türe vollständig geschlossen werden, während die rechte im 90-Grad-Winkel gesichert werden muss. So bleibt das Nummernschild sichtbar. Alternativ finden in der Combi-Variante mit seitlicher Schiebetür acht Passagiere Platz.

Sparsamere und wartungsarme Antriebe
Die von Renault entwickelte Motorenpalette bietet Aggregate mit einfachem sowie zwei Turboladern, welche die Effizienz der LCV steigerten. Es handelt sich um vier 1,6-Liter-Diesel mit 90 PS und 260 Nm Drehmoment, 115 PS und 300 Nm, 120 PS und 320 Nm (Biturbo) oder 140 PS und 340 Nm (Biturbo). Die «Twin Turbo»-Technologie ermöglicht bei den Dieseln ein hohes Drehmoment bei tiefen Drehzahlen; 80 Prozent stehen schon bei 1250 U/min zur Verfügung. Der Verbrauch sinkt auf bis zu 5,7 l/100 km (Personenbus), der CO2-Ausstoss liegt bei mindestens 149 g/km. Die Euro-6-Norm erfüllen die Aggregate noch nicht. Dazu sei man bereit, wenn die Norm eingeführt werde, heisst es bei Renault/Opel.


Viel mehr wurde bei der Entwicklung Wert auf die Reduktion der Betriebskosten gelegt. Das Downsizing und die genannte Twin-Turbo-Technologie tragen zur Verbesserung der Aerodynamik und der Gewichtsreduktion bei. Einsparungen ergeben sich beispielsweise aber auch durch die elektrische Servolenkung und eine reduzierte Reibung der vorderen Bremsen während der Fahrt. Das wirkt sich positiv auf die Wartungsintervalle aus: Ein Ölwechsel wird erst nach zwei Jahren oder 40'000 Kilometern fällig, die Steuerkette ist wartungsfrei.
 
Viele Staufächer und nützliche Hilfsmittel
Dass sich der Fahrer in den neuen Modellen wie im mobilen Büro fühlt, haben Renault und Opel mit zahlreichen Details zu erreichen versucht. So lässt sich der mittlere Vordersitz beispielsweise mit wenigen Handgriffen in ein Fach verwandeln, in dem ein Laptop Platz findet. Der Deckel dazu ist gleichzeitig ein Clipboard, das in der so entstandenen Mittelkonsole befestigt werden kann – mit Ausrichtung zum Fahrer oder zum Beifahrer. Ein Fach unter dem Beifahrersitz bietet bis zu 54 Liter Fassungsvermögen, das Handschuhfach ist mit dem Klima-Kreislauf verbunden und kann so gekühlt werden. Insgesamt finden sich in den Fahrzeugen Fächer und Ablagen mit bis zu 90 Litern Volumen.


Halterungen für Mobiltelefone und Tablet-PCs ermöglichen vor allem die Nutzung von Navigationsapplikationen auf mobilen Geräten (zum Beispiel «Renault R&Go»). Es sind aber auch eingebaute Navigationssysteme mit Touchdisplays erhältlich. Schlüssellose Zugangssysteme ermöglichen daneben ein umstandsloses Ver- und Entriegeln der Fahrzeuge.


Diese Assistenzsysteme im weitesten Sinn werden ergänzt durch verschiedene weitere, die das Arbeiten mit und in den LCV sicherer machen: Eine Rückfahrkamera ermöglicht einen Überblick von Stossfänger bis zu den seitlichen Kanten und oberen Ecken des Hecks. Das Bild sieht man auf dem Innenspiegel oder am Monitor, wenn den einer verbaut ist. Ein cleverer zweifach gewölbter Spiegel in der Sonnenblende des Beifahrers sorgt für noch mehr Überblick und verdoppelt den sichtbaren Winkel auf der rechten Seite des Fahrzeugs und erfasst somit auch den toten Winkel und vereinfacht das Manövrieren. Auch Bremsassistent, Berganfahrassistent, ESP mit Traktionskontrolle und ein System, das das Risiko eines Fahrzeugüberschlags verringert sind im Renault Trafic und im Opel Vivaro verfügbar.


Alles in allem präsentiert die deutsch-französische Kooperation mobile Arbeitsplätze für die Nutzer, die flexibel, robust und ansprechend auftreten, und dank der gesenkten Unterhaltskosten gleichzeitig auch eine interessante Alternative für Flottenbetreiber.

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