18. Februar 2014

Projekt CEKS startet in die Anwendungsphase

Das von fleetcompetence europe geleitete Projekt zu den Auswirkungen von optimiertem Fahrverhalten (Projekt CEKS) hat die Vorbereitungen abgeschlossen. Mit einem Projektmeeting bei der Griesser AG in Aadorf startete die Phase der Messungen und Analysen.

Projekt CEKS startet in die Anwendungsphase

Erwin Tschann, IWB; Willi Stöckli und Helen Hugi, Selecta; Herbert Kessler und Thilo v. Ulmenstein, fleetcompetence europe; Toni Wasescha, Griesser; Walter Luck, Arval.

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Im Februar versammelten sich bei der Griesser AG in Aadorf (siehe auch Interview auf Seite 10) die Akteure des Projektes CEKS zu einem intensiven Informationsaustausch nach Beginn der Anwendungsphase. Neben der Griesser AG nehmen Flottenfahrzeuge der Firmen Bauknecht, Industriewerke Basel, Selecta und Swisscom mit insgesamt 50 Fahrern und Fahrzeugen an dem Projekt teil.


Mit dem von EnergieSchweiz resp. vom Bundesamt für Energie finanziell unterstützten Projekt wird untersucht, welche Auswirkungen die Optimierung des Fahr(er)- verhaltens bei Personenwagen auf CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Kosten und Sicherheit hat. Zielsetzung des Projekts ist es, Flottenbetreibern konkrete Mittel und Informationen an die Hand zu geben, wie sie ihre Flotte langfristig nachhaltig, sicherer und kostengünstiger betreiben können.


Entsprechend dem Konzept des Projekts werden die teilnehmenden Fahrzeuge mit Telematiksystemen ausgestattet werden, um während der Laufzeit der Anwendungsphase Daten und Informationen zum Fahrverhalten erheben zu können. Nach einer reinen Beobachtungsphase beginnen Mitte des Jahres sog. Interventionen. Die Fahrer werden dabei detaillierte Informationen zu ihrem eigenen Fahrverhalten erhalten.  Daneben durchlaufen sie Eco-Drive-Schulungen, Coachings und weitere Massnahmen. Deren Auswirkungen auf das Fahrverhalten werden dann analysiert und bewertet, um Rückschlüsse auf die effektivsten und erfolgversprechendsten Massnahmen zu erhalten. Bis Ende 2015 soll untersucht werden, mit welchen Massnahmen das Fahrverhalten langfristig beeinflusst werden kann und welchen Nutzen dies für Flottenbetreiber hat.


Zusammenarbeit mit zwei Telematikanbietern
Die teilnehmenden Flotten werden jeweils zur Hälfte mit Messgeräten von Masternaut bzw. Modern Drive ausgestattet. In den vergangenen Wochen wurde bereits die Hälfte der Fahrzeuge mit den Geräten ausgerüstet.

 

Das Projektmeeting diente auch dazu, die beiden Telematikdienstleister  Masternaut und Modern Drive kennenzulernen. «Wir freuen uns sehr, dass wir als Telematik­anbieter eingeladen wurden, an dieser Studie teilzunehmen», sagt Geschäftsführer Nick Walker und ergänzt: «Unsere Lösungen helfen, die CO2-Emissionen von Flotten zu minimieren, und erhöhen gleichzeitig Sicherheit und Effizienz. Durch unsere langjährige Erfahrung und die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden sind wir in der glücklichen Lage, den Studienteilnehmern einen echten Mehrwert bieten zu können.»


Anschliessend präsentierte die Firma Modern Drive Technology GmbH, aus Neumarkt in Deutschland, den Projektteilnehmern das Unternehmen und die Dienstleistungen. Der technische Verantwortliche, Manfred Blomeier, stand für Fragen hinsichtlich der Systeme zur Verfügung. Alexander Dressler aus dem Modern Drive-Mutterunternehmen Max Bögl ist in der Firmengruppe für das Energiemanagement verantwortlich und gab den Teilnehmern einen kleinen Einblick in sein Alltagsgeschäft, insbesondere den Bereich des nachhaltigen Flottenmonitorings.


Wissenschaftliche Begleitung
Für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts konnte die Hochschule für angewandte Wissenschaften in München gewonnen werden. Prof. Elke Wolf übernimmt in dem Projekt die wissenschaftliche Begleitung und die Auswertung der Daten  zum Fahrverhalten. Sie erläuterte in dem Meeting die Vorgehensweise für die Aus- und Bewertung der Informationen zum Fahrverhalten und die Bildung von Vergleichsgruppen. Um eine aussagekräftige Bewertung erstellen zu können, wird eine Vergleichsgruppe gebildet, die, ohne dass Massnahmen durchgeführt werden, im Projektzeitraum beobachtet wird. Ebenfalls erfasst werden historische Daten zum Fahrverhalten, um einen Vorher-Nachher-Vergleich zu ermöglichen. Die wissenschaftlichen Auswertungen durch die Hochschule erfolgen in einem vierteljährlichen Rhythmus, eine erste umfassende Bewertung erfolgt nach einem Jahr. TÜV SÜD hat sich bereit erklärt, die für die Hochschule anfallenden Kosten zu tragen.


Das Meeting endete mit einer Zusammenfassung und der Festlegung nächster Schritte durch den Projektleiter Herbert Kessler, fleetcompetence europe. Demnach stehen nach der Ausrüstung der Fahrzeuge mit den Messgeräten die teilnehmenden Fahrer im Mittelpunkt des Projektes,sowohl durch die Nutzung der Informationen zum Fahrverhalten als auch durch die Teilnahme an Eco-Drive-Kursen. (pd/ft)



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