04. Mai 2020

Beate Martin: Die neue starke Frau der Hyundai Flottenabteilung im Exklusivinterview

Anfang Jahr übernahm Beate Martin als Head of Fleet Business gemeinsam mit Key Account Manager Mirko Prosdocimi das Flottenruder bei Hyundai Schweiz. aboutFLEET sprach mit der gebürtigen Österreicherin während der Coronakrise – via Telefon.

Beate Martin: Die neue starke Frau der Hyundai Flottenabteilung im Exklusivinterview

Interview: Rafael Künzle

 

 

aboutFLEET: Grüezi Frau Martin, wie geht es Ihnen?

Beate Martin: Danke der Nachfrage. Ich bin zum Glück kerngesund und wohl auf.
 

 

Gerne hätten wir das Interview persönlich durchgeführt, was auf Grund des Coronavirus leider nicht möglich ist (Stand Mitte April). Wo befinden Sie sich momentan?

Ich befinde mich Zuhause in unserer Wohnung in Bergdietikon und blicke aus meinem Büro auf eine Kuhweide und blühende Obstbäume – ein herrlicher Ausblick.
 

 

Was zog die gebürtige Linzerin zu uns in die Schweiz?

Ein berufliches Angebot eines anderen Automobilkonzerns zog mich bereits vor über zehn Jahren in die Region Lausanne. Dort lernte ich gleich am ersten Arbeitstag meinen heutigen Mann, einen Genfer, kennen. Und seither bin ich in der schönen Schweiz hängengeblieben.
 

 

Sie sind seit 2020 Head of Fleet Business von Hyundai Schweiz. Kurze Zeit später erfasste die Coronakrise Europa. Viel turbulenter hätte der Start kaum verlaufen können?

Ich hatte zumindest 10 Wochen Zeit, etwas Fuss zu fassen bei Hyundai Schweiz. Die jetzige Situation, welche den persönlichen Kontakt mit Kunden, Händlern und Kollegen nicht zulässt, macht den Einstieg in ein neues Unternehmen natürlich nicht einfacher. Ich bleibe trotzdem positiv und sage mir: es kann nur besser werden.
 

 

Wie reagiert man bei Hyundai Schweiz auf das Virus? Welche Massnahmen wurden getroffen?

Hyundai Schweiz hat sehr schnell reagiert, und bereits Mitte März Homeoffice für einen Grossteil der Mitarbeitenden angeordnet. Somit wird sichergestellt, dass sich nur wenige Mitarbeitende in unserem Büro befinden. Bereits vor Mitte März wurden erste Richtlinien erstellt, beispielsweise wie viele Menschen sich in einem Raum befinden dürfen.
 

 

Sind Flottenauslieferungen unter diesen Umständen noch möglich?

Obwohl die Showrooms geschlossen sind, können unsere Händler nach wie vor Fahrzeuge ausliefern. Sämtliche Korrespondenz läuft dabei, soweit möglich, schriftlich oder telefonisch ab. Bei einer Flottenübergabe gelten strenge Richtlinien betreffend Hygiene oder Einhaltung des nötigen Abstandes zwischen den anwesenden Personen. Auch unsere Werkstätten sind weiterhin offen, um die Mobilität unserer Flottenkunden zu gewährleisten.
 

 

Wie gehen Sie persönlich mit dieser Situation um?

Ich halte mich sehr strikt an die Empfehlungen der Behörden und versuche, so wenig Kontakt mit der Aussenwelt wie möglich zu haben. Mein Mann und ich haben beispielsweise die Entscheidung getroffen, unsere zwei Kinder, trotz offener Kita, zuhause zu betreuen. Wir wohnen auf dem Land, haben eine Wohnung mit Garten und können somit auch an die frische Luft. Wir dürfen uns glücklich schätzen und möchten anderen Menschen, welche sich in einer weniger privilegierten Lage befinden, helfen. Beispielsweise übernehmen wir das Einkaufen für ältere Personen in unserem Quartier.
 

 

Das Coronavirus erfordert einige Entbehrungen. Was vermissen Sie am meisten?

Aus beruflicher Sicht bedauere ich es sehr, dass ich nicht tun kann, was ich eigentlich gern tun würde: unsere Kunden und Händler persönlich kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten. Dasselbe gilt für meine Kollegen bei Hyundai. Privat vermisse ich den Kontakt zu Familie und Freunden. Aber man sollte sich immer in Aussicht stellen, dass diese Situation hoffentlich bald vorbei ist.
 

 

Die Coronakrise dürfte auch nach dem Lockdown lange nachwirken. Auf viele Unternehmen kommen harte Zeiten zu. Auch das Flottengeschäft wird betroffen sein. Womit rechnen Sie?

Eine konkrete Einschätzung in Zahlen ist im Moment schwierig. Es wird sicherlich einen Rückgang im Gesamtmarkt geben und dieser Rückgang wird sowohl den Privat- wie auch den Firmenkundenmarkt betreffen. Viele Unternehmen werden auf Grund der Umsatzrückgänge nun ihre Investitionen nach hinten schieben.
 

 

Haben Sie einen Rat für die Flottenverantwortlichen?

Ich kann allen Flottenverantwortlichen lediglich versichern, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit für sie da sind. Bei allfälligen Anliegen stehen Mirko Prosdocimi und ich unseren Kunden gerne persönlich mit Rat und Tat zur Seite.
 

 

Gemeinsam mit dem neuen Key Account Manager Mirko Prosdocimi traten Sie an, das Flottenbusiness von Hyundai künftig auszubauen. Gilt dieser Vorsatz heute noch?

An diesem Vorsatz hat sich überhaupt nichts geändert. Wir haben unsere Jobs angetreten, um den Flottenbereich von Hyundai in der Schweiz auszubauen. Hyundai ist eine Marke, welche gut im hiesigen Markt vertreten ist. Wenn man aber genau hinschaut, wird man feststellen, dass der Privatkundenmarkt dem Flottenmarkt noch weit voraus ist. Dies möchten wir künftig ändern.
 

 

Wie sieht die Arbeitsaufteilung zwischen Ihnen und Herrn Prosdocimi aus?

Grundsätzlich betreut Mirko Prosdocimi als Key Account Manager unsere Grosskunden und greift den Händlern unter die Armen, falls diese unsere Hilfe benötigen. Ich bin für die Direktverkäufe, Autovermieter und die strategischen Aspekte verantwortlich.
 

 

Sie besitzen viel Erfahrung in der Flottenbranche, waren unter anderem Flottendirektorin von Renault in Österreich und Deutschland. Was sind Ihre wertvollsten Erfahrungen?

Es geht in der Flottenbranche um weit mehr als nur den Verkauf eines Fahrzeuges. Was zählt ist das Gesamtpaket, von der Übergabe bis zur Rücknahme der Fahrzeuge. Dies möchten wir bei Hyundai Schweiz umsetzen. Wir sind beispielsweise mit unserem Partner Arval an der Fertigstellung von «Hyundai Professional» - einem hauseigenen Full-Service Leasing, welches sämtliche Bedürfnisse der Unternehmenskunden in einem Produkt abdeckt.
 

 

Was bewegte Sie zum Wechsel zu Hyundai?

Hyundai ist eine sehr junge Marke, das Wort Hyundai seht in der Südkoreanischen Sprache für «modern». Dieses moderne Denken spiegelt sich auch in unseren Produkten wider. Bereits 2025 werden wir in der Hyundai Motor Group weltweit 44 elektrifizierte Modelle anbieten können, und mit dem Hyundai Nexo haben wir auch das Wasserstofffahrzeug bereits in Serie gebracht. Sehr wichtig ist für mich auch der Teamgedanke, welcher bei Hyundai gelebt wird. Wussten Sie, dass das «H» in unserem Logo zwei Menschen symbolisiert, welche sich die Hände reichen?
 

 

Was möchten Sie bei Hyundai bewegen, sobald man sich die Hand wieder reichen darf und die Normalität eintritt?

Wir möchten der ideale Partner für die Unternehmen in Sachen Mobilität sein – unabhängig davon, ob es sich um ein KMU mit zwei Fahrzeugen handelt oder Grosskunden wie Behörden, deren Flotten aus mehreren hundert Fahrzeugen besteht. Dieses Ziel möchten wir Hand in Hand mit unserem Händlernetz erreichen.



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