08. Januar 2020

Grundstück für Teslas Gigafactory zum Schnäppchenpreis

Über den Preis, den Tesla für das Grundstück im brandenburgischen Grünheide für seien Gigafactory zahlen soll, gibt es erste Berichte. Demnach wird Firmenchef Elon Musk nicht allzu tief in die Tasche greifen müssen.

Grundstück für Teslas Gigafactory zum Schnäppchenpreis

Tesla erhält das 300-Hektar-Grundstück für sein Autowerk in Brandenburg bei Berlin offenbar zu vergleichsweise günstigen Konditionen. Im Kaufvertrag sei die Summe 40,91 Millionen Euro verabredet worden, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Sie bezieht sich auf eine Vorlage für den Brandenburger Landtags-Haushaltsausschuss. Mit knapp 41 Millionen Euro zahle der US-Elektroautobauer einen Quadratmeterpreis von 13,52 Euro für das Areal in Grünheide (Oder-Spree).

 

Zuvor hatte die B.Z. berichtet. Im angrenzenden Gewerbegebiet Freienbrink liegt der Bodenrichtwert mit 40 Euro dreimal so hoch, wie Zahlen des Landes zeigen. Da aber die Tesla-Fläche noch nicht wie jene in Freienbrink über Strassen, Wasser, Licht und Strom verfüge, sei die Fläche als günstiges «Rohbauland Gewerbe Berliner Umland» ausgewiesen worden, hiess es in der «B.Z.».

 

Am Donnerstag, den 9. Januar 2020, wird voraussichtlich der Landtags-Haushaltsausschuss des Brandenburger Landtags über den Grundstücksverkauf in einer nicht öffentlichen Sitzung entscheiden. Obwohl der Vertrag noch nicht unterschrieben wurde, können die Abgeordneten dem Projekt bereits zustimmen.

 

Die Linke im Brandenburger Landtag hat bereits ihre Ablehnung angekündigt. Man werde keine Blanko-Vollmacht ausstellen, teilte der Linke-Haushaltspolitiker Ronny Kretschmer am Mittwoch mit. Er bestätigte in einer Mitteilung, dass der Kaufpreis weit unter dem Bodenrichtwert von 40 Euro im benachbarten Gewerbegebiet liegt und sprach von einer «nicht nachvollziehbaren Vorlage». Zahlreiche vertragliche Nebenabsprachen seien nebulös und müssten geklärt werden, um Nachteile für den Landeshaushalt auszuschliessen, so der Linke-Politiker weiter.

 

Am Mittwoch, den 8. Januar 2020, beschäftigt sich zudem der Umweltausschuss des Brandenburger Landtags mit den Tesla-Plänen. Auf dem Tisch der Abgeordneten liegt der Bericht des US-Konzerns zur Umweltverträglichkeit. Es geht um mögliche Beeinträchtigungen der Umwelt durch das Projekt. Tesla selbst schätzt die Umweltverträglichkeit der geplanten Fabrik hoch ein. Für die erste Ausbauphase sollen bis zum 27. Februar 2020 allerdings gut 90 Hektar Wald gerodet werden. Sollte Tesla in Europa tatsächlich so viele Autos verkaufen, dass der Ausbau bis auf 500000 Fahrzeuge nötig wird, müssten auf 154 Hektar die Bäume fallen.

 

Tesla will nach bisherigen Plänen ab Juli 2021 in Grünheide im Kreis Oder-Spree Elektroautos bauen. Geplant sind bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr der Typen Model 3 und Y sowie künftiger Modelle. Dem bisherigen Zeitplan zufolge sollen in Grünheide bereits 2021 die ersten E-Autos vom Band rollen. (pd/ir)

 

www.tesla.com



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