14. Dezember 2018

Post: Per Drohne über das Zürcher Seebecken

Die Post fliegt seit dem 17. Dezember 2018 im Auftrag des Zentrallabors Zürich regelmässig Laborproben über das Zürcher Seebecken. Die Testflüge im Juni haben gezeigt, dass die Drohnen für das Labor einen Mehrwert bringen. Sie sind gegenüber dem herkömmlichen Transport auf der Strasse rund fünfmal schneller. Dies spart wertvolle Zeit für Patientinnen und Patienten und ist zudem auch ökologischer.

Post: Per Drohne über das Zürcher Seebecken

Bereits im Juni 2018 transportierte die Schweizerische Post Laborproben für das Zentrallabor Zürich (ZLZ) in luftiger Höhe über das Zürcher Seebecken. Die Testflüge sollten zeigen, ob der Drohnentransport für den Auftraggeber den gewünschten Mehrwert bringt. Das ZLZ hat die Resultate der Tests sorgfältig evaluiert und beschlossen, auch in Zukunft auf die Drohne zu setzen.
 

 

Die Route ist 5.8 Kilometer lang und führt über den Zürichsee. Sie verbindet das ZLZ-Notfalllabor in der Hirslanden Klinik Im Park mit dem künftigen Standort des Zentrallabors an der Forchstrasse 454 in Zollikon. Die Drohne benötigt für die Strecke rund sieben Minuten und ist damit fünfmal schneller an ihrem Ziel als auf dem herkömmlichen Weg über die Strasse.
 

 

Die Post leistet auf dem Gebiet der kommerziellen und autonomen Drohnen in der Schweiz Pionierarbeit. Deshalb sind alle Erkenntnisse aus den verschiedenen Drohnenprojekten zentral und führen dazu, dass Abläufe verbessert werden können. Die Post will nicht nur wissen, wie gross der Nutzen für die Spitäler und Labore ist, sondern auch wie die Bevölkerung darauf reagiert. Die Erfahrungen aus Lugano, Bern und Zürich sind gut. Die Drohnen fliegen für einen medizinischen Zweck, denn besonders in diesem Bereich sind Sendungen häufig dringend und die Geschwindigkeit kann entscheidend sein. Deswegen stossen sie grundsätzlich auf breite Akzeptanz.
 

 

Die Drohne des Herstellers Matternet fliegt autonom auf einer festgelegten Route und weicht von dieser nicht ab. Die fixe Route ist vom Bundesamt für Zivilluftfahrt geprüft und bewilligt worden. Die Drohne hat keine Kamera an Bord, dafür aber verschiedene redundante Sicherheitssysteme und ein Kollisionswarngerät (FLARM). Das Gerät berechnet den zukünftigen Flugweg und strahlt diesen per Funk aus. Damit ist die Drohne beispielsweise auch für Helikopter sichtbar. Zürich ist die zweite Stadt, in welcher die fliegenden Postboten im Dienste der Medizin unterwegs sind. Bereits heute fliegt die Post täglich Blutproben zwischen zwei Spitälern in Lugano.

 

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