19. April 2018

Selbstfahrender Bus erstmals in Leitsystem integriert

Das Projekt «Linie 12» rund um den selbstfahrenden Bus des Swiss Transit Labs in Neuhausen am Rheinfall hat gestern einen weiteren Schritt in Richtung Linienbetrieb gemacht: Das 11-plätzige Fahrzeug verkehrt seit heute im Ortszentrum von Neuhausen am Rheinfall – eingebunden in das Leitsystem der Verkehrsbetriebe Schaffhausen.

Selbstfahrender Bus erstmals in Leitsystem integriert

Die Benützung des selbstfahrenden Busses steht ab sofort auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die erste Phase des Pilotprojekts «Linie 12» mit dem selbstfahrenden Bus ist abgeschlossen und die Testfahrten werden nun vom SIG Areal auf die Strassen von Neuhausen am Rheinfall verlegt. Nachdem das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Bewilligung erteilt hat, wurde am 27. März 2018 von Peter Schneck, CEO Trapeze, und Bruno Schwager, Direktor Verkehrsbetriebe Schaffhausen, die Fahrzeugnummer an den 11-plätzigen Bus «Trapizio» angebracht, der damit offiziell im Mischverkehr mit normalen Fahrzeugen durch das Ortszentrum von Neuhausen am Rheinfall fährt. «Das ist der Startschuss hin zur automatisierten Mobilität der Stufe 5, wo schliesslich keine Begleitperson mehr erforderlich sein wird», so Schneck.

 

In erster Linie konzentrieren sich die Projektpartner nun auf die weitere Einbindung des selbstfahrenden Busses in das Netz der VBSH. «Als erster selbstfahrender Bus weltweit ist das Schaffhauser-Shuttle nun in das Leitsystem eines Verkehrsbetriebs eingebunden und wird über diese gemeinsam mit den regulären Fahrzeugen der VBSH überwacht», so AMoTech-Geschäftsführer Dominique Müller.

 

Die VBSH haben drei Begleitpersonen angestellt und ausgebildet, die jeweils im Bus mitfahren. «Sie können mittels Steuergerät jederzeit die Kontrolle über den Bus übernehmen und agieren daneben auch als Ansprechpersonen für die Fahrgäste», erklärte VBSH-Direktor Schwager. Vorläufig verkehrt der Bus meist täglich von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Aufgrund interner Tests und Wartungsfenstern wird er nicht an allen Tagen für Passagiere zur Verfügung stehen, weshalb der genaue Fahrplan jeweils auf www.swisstransitlab.com publiziert wird.

 

Patrick Schenk präsentierte auch erste Ergebnisse der Akzeptanzstudie zum Projekt, die vom Institut für Wissenschaft, Technologie und Politik der ETH Zürich durchgeführt wird. Von 8000 eingeladenen Personen haben bereits über 1400 an der Umfrage teilgenommen. «Die Mehrheit der Teilnehmer befürwortet Testversuche mit selbstfahrenden Fahrzeugen und erachtet das Projekt hier in Neuhausen als sinnvoll», hielt Patrick Schenk fest.  (pd/eka)

 

www.trapezegroup.de

 



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