28. August 2017

BMW bleibt der profitabelste Autohersteller der Welt

BMW ist auch im ersten Halbjahr 2017 der profitabelste Autobauer der Welt gewesen. Kein anderer Konzern hat ein besseres Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz erzielt, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) hervorgeht.

BMW bleibt der profitabelste Autohersteller der Welt

BMW verteidigt seine Spitzenposition als profitabelster Autohersteller auch im ersten Halbjahr 2017.

BMW bleibt der profitabelste Autobauer der Welt. Kein anderer Konzern hat im ersten Halbjahr 2017 ein besseres Verhältnis von operativem Gewinn zu Umsatz erzielt, wie der deutsche Autohersteller. Bei 49,25 Milliarden Euro Umsatz blieben knapp 5,58 Milliarden Euro Gewinn – macht eine Marge von 11,3 Prozent. Bereits im ersten Halbjahr 2016 waren bei BMW 11,3 Prozent vom Umsatz als Gewinn übrig geblieben. Im zweiten Halbjahr ging dieser Wert zwar etwas nach unten, glatte 10 Prozent für das Gesamtjahr 2016 hatten trotzdem für den Spitzenplatz im Ranking gereicht.

 

Nach den ersten sechs Monaten 2017 platzierte sich Suzuki mit einer Marge von 10,3 Prozent direkt hinter BMW. Auf Platz drei folgt mit Daimler (9,7 Prozent) der zweite deutsche Autobauer. Volkswagen schafft bei der Marge mit 7,7 Prozent Platz fünf hinter General Motors. GM erzielt mit gut 8,9 Milliarden Euro aber den höchsten Halbjahresgewinn aller grossen Autokonzerne weltweit. Sowohl Daimler als auch Volkswagen konnten ihre Marge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 mit am stärksten steigern.

 

Beim Absatz lag Toyota mit 5,13 Millionen Fahrzeugen laut E&Y vor Volkswagen mit 4,93 Millionen Einheiten. Allerdings listeten die Studienautoren Renault, Nissan und Mitsubishi als eigenständige Hersteller und nicht als Allianz auf. Zählt man die Verkäufe der drei genannten Fabrikate zusammen, kommt Renault-Nissan-Mitsubishi auf knapp 5,27 Millionen Einheiten und liegt damit vor Toyota an der Spitze.

 

Gemessen am reinen Autogeschäft ist Daimler der Studie zufolge profitabler als BMW. VW ist auch in diesem Ranking die deutsche Nummer drei. Zusammen sind die drei deutschen Hersteller deutlich profitabler als die internationale Konkurrenz. «Die Gewinnsituation hat sich unterm Strich im Vergleich zum Vorjahr nochmal deutlich verbessert, die Margen sind bei allen drei Konzernen inzwischen wieder überdurchschnittlich hoch», sagte E&Y-Autoexperte Peter Fuss.

 

Die E&Y-Studie betrachtet jedoch nur die Margen der Gesamtkonzerne. Andere Studien fächern die Kennzahlen so weit möglich je Automarke auf. So war etwa VWs Luxustochter Audi jahrelang ganz vorne bei der Rendite dabei - fiel aber vor einem Jahr hinter BMW zurück. Ganz weit vorne unter Gewinnmargen-Gesichtspunkten liegt die Volkswagen-Konzerntochter Porsche: Der Sportwagenhersteller fährt üblicherweise die zweithöchste Rendite in der Autobranche. Ungeschlagen punkto Profitabilität ist die Fiat-Luxustochter Ferrari: Deren Margen sind die höchsten der Branche.

 

International liefen die Geschäfte weiter gut bis hervorragend, erklären die E&Y-Experten die Lage der Branche. In Deutschland bekämen die Konzerne jedoch mittlerweile kräftig Gegenwind. Und auch weltweit verliere der Markt spürbar an Dynamik und das überdurchschnittliche Wachstum in China bringe eine gewisse Abhängigkeit mit sich, hiess es. Zusammen verkaufen BMW, Daimler und VW der Studie zufolge inzwischen fast jeden dritten Neuwagen in China. Die höchste Quote habe VW mit 37 Prozent im zweiten Quartal.

 

Das berge Risiken: «In China wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel, der Markt wird immer anspruchsvoller», so Fuss. Vor allem die immer noch drohende Quote für Elektroautos könne sich noch als erhebliche Herausforderung erweisen - wie der Wandel hin zur Elektromobilität insgesamt. Die deutsche Autoindustrie müsse - auch unter dem Druck des sinkenden Diesel-Absatzes - noch den Nachweis erbringen, dass sie die Führungsrolle aus dem Zeitalter des Verbrennungsmotors mittelfristig verteidigen kann. (pd/ir)

 

www.ey.com

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