26. Februar 2020

Wegen Corona-Virus: Zulieferer MTA schliesst Fabrik mit Folgen für FCA & Co.

Die Auswirkungen des Corona-Virus hat auch wirtschaftliche Folgen und trifft besonders die Automobilbranche empfindlich. Aktuellster Fall. FCA muss seine Produktionslinien in Norditalien stoppen, weil Zulieferer MTA seine Fabrik in der «roten Quarantänezone» schliessen musste.

Wegen Corona-Virus: Zulieferer MTA schliesst Fabrik mit Folgen für FCA & Co.

Der MTA-Hauptsitz in Codogno. Bild: MTA

Wie der italienische Automobilzulieferer MTA mitteilte, musste das Unternehmen seine Produktionsstätte in Codogno per sofort und bis auf unbekannte Zeit schliessen. «Die Schliessung der Produktionsstätte in Codogno, die etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt, stellt einen grossen Schaden für das Unternehmen dar, das die wichtigsten OEMs weltweit beliefert», erklärt das Unternehmen. MTA stellt elektromechanische und elektronische Produkte für zahlreiche Automobilhersteller her.

 

Besonders hart trifft die Massnahme im ersten Moment FCA. Da MTA aktuelle keine Produkte herstellen bzw. ausliefern kann, mussten die drei FCA-Werke in Mirafiori, Cassino und Mefli, sowie die Produktionsstätte in Sevel per sofort die Produktion einstellen. «Ab 2. März werden auch alle anderen Werke von FCA in Europa sowie die Werke von Renault, BMW und Peugeot geschlossen. Sollte die Zwangsschliessung weitergehen, wären weitere Hersteller wie Jaguar Land Rover, Iveco, CNH und Same, um nur einige zu nennen, beteiligt, mit irreparablen Folgen für das Unternehmen und die Beschäftigten», teilt MTA mit.

 

In einem solchen Kontext und unter grösstem Respekt vor Initiativen zur Begrenzung der Verbreitung des Virus bat die MTA die zuständigen Behörden in Italien, 10 Prozent ihrer Belegschaft (ca. 60 Personen) die Rückkehr zur Produktion zu ermöglichen. Die Rückkehr würde auf einer grossen überdachten Fläche von 40’000 Quadratmetern und vorbehaltlich der täglichen Überprüfung des Gesundheitszustands jedes Arbeitnehmers hinsichtlich der Symptome und Anzeichen von COVID19 erfolgen. MTA hat den COVID19-Notfall bereits in ihrer chinesischen Produktionsstätte in Shanghai behandelt und kennt daher alle Verfahren, die notwendig sind, um die Produktion in völliger Sicherheit für ihre Arbeiter fortzusetzen.

 

Die teilweise Wiederaufnahme der Aktivitäten von MTA Codogno würde es dem Unternehmen ermöglichen, die Lieferungen innerhalb der von den Kunden vorgegebenen Fristen durchzuführen, so dass die italienischen und ausländischen Werke der Fahrzeughersteller, mit denen es zusammenarbeitet, die Produktionslinien nicht unterbrechen müssen, wodurch zusätzliche Belastungen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht vermieden werden.

 

Gleichzeitig hat Italdesign bekannt gegeben, dass die Produktion an zwei Standorten in Turin eingestellt wurde, nachdem ein Mitarbeiter, der im Werk in Nichelino arbeitet, positiv auf das COVID-19-Virus getestet wurde. (ir/pd)

 

www.mta.it



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