21. November 2019

«Kassensturz»: Garagisten auf dem Prüfstand

Die SRF-Sendung «Kassensturz» hat ihre aktuelle Ausgabe dem Thema «Autogaragen und Service» gewidmet. Markus Peter, Leiter Technik und Umwelt beim AGVS, war Gast, vertrat die Garagisten und versuchte Verständnis zu schaffen.

«Kassensturz»: Garagisten auf dem Prüfstand
«Kassensturz»: Garagisten auf dem Prüfstand

Der «Kassensturz» befasste sich vor allem mit den Schwerpunkten «Service» und «Öl». Bezüglich Service liess er vom TCS verschiedene Autos präparieren und schickte sie so in die Garage. Beispielsweise wurden der Luftdruck bei einem Reifen und dem Ersatzreifen reduziert, eine kaputte Glühbirne und Sicherung eingebaut oder die Scheibenwischblätter beschädigt. Die These: Geht der Garagist nach der Checkliste des Herstellers vor, dann findet er alle Mängel.

 

Die getesteten Garagenbetriebe schlossen unterschiedlich gut ab: Die Mehrheit der Garagisten fand lediglich drei der fünf eingebauten Fehler, eine Garage gar nur zwei von fünf. Die besten zwei Garagen fanden immerhin vier Fehler. Alle fand jedoch niemand. Zudem punkteten einige bezüglich Kundenservice mehr, andere weniger.

 

 

Markus Peter erklärte denn auch, dass es noch Luft nach oben gebe. «Beruhigend ist aber, dass keine sicherheitsrelevanten Fehler übersehen wurden», sagt er. Als Armutszeugnis, wie von Moderator Ueli Schmezer suggeriert, will er das Abschneiden nicht verstanden wissen. Einige der eingebauten Fehler waren Lappalien – beispielsweise die kaputte Lampe im Handschuhfach. «Die Garagen stehen unter Zeitdruck. Das zwingt sie, sich auf die sicherheitsrelevanten Punkte zu fokussieren», sagte Peter. Gleichzeitig dürfen die anderen jedoch nicht vergessen werden, auch wenn die kaputte Beleuchtung im Handschuhfach sicher weniger gravierend sei wie der zu tiefe Luftdruck im Reifen.

 

 

Bezüglich Öl machte der «Kassensturz» auf die Diskrepanz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis aufmerksam. Der Vorwurf: Die Kunden würden beim Garagisten für den Ölwechsel viel mehr bezahlen, als wenn sie das Öl selbst kaufen würden. Markus Peter erklärte daraufhin, dass die Garagisten das Öl genauso brauchen würden wie Ersatzteile oder Reparaturarbeiten, um den Betrieb mit Löhnen, Infrastruktur etc. zu finanzieren. Er verglich es mit dem Wein im Restaurant, der dort auch einiges mehr kostet als im Supermarkt. Ein weiterer Grund für den höheren Preis: «Neues und altes Öl müssen richtig transportiert, gelagert und entsorgt werden. Es ist Sonderabfall», sagte er. «Wenn der Preis fürs Öl runtergeht, dann muss der Garagist den Stundenansatz erhöhen.» (pd/mb)

 

 

www.agvs-upsa.ch

 

 

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