13. März 2018

Abwärtstrend bei Unfällen setzt sich fort

Auf Schweizer Strassen verloren im vergangenen Jahr 230 Menschen ihr Leben, dies sind 14 mehr als 2016. Die Anzahl Schwerverletzter sank um 131 auf 3654. Die Unfallzahlen folgen im langjährigen Vergleich erfreulicherweise weiterhin einem Abwärtstrend.

Abwärtstrend bei Unfällen setzt sich fort

Bei Fahrradfahrern hat die Zahl der Getöteten im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung zugenommen.

230 Menschen sind im letzten Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das sind 14 mehr als im Vorjahr. Seit 2013, als 269 Menschen getötet wurden, sank die Zahl jedoch deutlich (2014: 243, 2015: 253, 2016: 216). Auch bei den Schwerverletzten entwickeln sich die Zahlen im langjährigen Vergleich rückläufig, von 4129 Schwerverletzten 2013 auf 3654 Schwerverletzte 2017 (2014: 4043, 2015: 3830, 2016: 3785). Dieser Trend bestätigt die Wirkung der Verkehrssicherheitsmassnahmen. Einen wesentlichen Anteil hat aber mit Sicherheit auch die immer ausgeklügeltere Fahrzeugtechnik, man denke an all die Assistenzhilfen.

 

Im Jahr 2017 sind 78 Personen als Insassen eines Personenwagens tödlich verunglückt, 3 mehr als im Vorjahr. Schwer verletzt wurden 781 Personenwagen-Insassen, 91 weniger als im Vorjahr. Auffällig viele Todesopfer und Schwerverletzte in Personenwagen waren dabei im Januar 2017 zu verzeichnen (12 Getötete und 92 Schwerverletzte). Sie verunglückten grösstenteils ausserorts in Schleuder- oder Selbstunfällen. Unfallursache war dabei vor allem, dass die Geschwindigkeit nicht an die nassen, vereisten oder verschneiten Strassen angepasst wurde.

 

Die Zahl der getöteten und schwerverletzten Fussgänger und Fussgängerinnen hat im Vergleich zum Vorjahr erneut abgenommen. 2017 verloren 47 Fussgängerinnen und Fussgänger ihr Leben, 577 wurden schwerverletzt. Auffällig ist, dass 2017 mehr Fussgänger und Fussgängerinnen auf einem Fussgängerstreifen getötet wurden als 2016. Von den 20 auf einem Fussgängerstreifen Getöteten waren drei Viertel Senioren (≥ 65 Jahre).

 

Der Anstieg bei den im Strassenverkehr getöteten Personen lässt sich vor allem auf die Unfälle mit Zweirädern zurückführen. Bei den Motorradfahrenden zeigt sich dies mit einer Zunahme von 8 Personen (insgesamt 51 Personen). Die Zahl der Motorradfahrenden, die bei einem Unfall schwer verletzt wurden, stieg ebenfalls an – um 48 Personen auf insgesamt 1047 Personen. Mit der im Rahmen der Anpassungen bei der Führerausbildung geplanten Aufhebung des Direkteinstiegs auf schwere Motorräder ist eine Verbesserung der Unfallsituation bei den Motorradfahrenden zu erwarten. Zudem ist die Zahl der tödlich verunfallten Personen mit leichten Motorfahrzeugen (z.B. Quad), Motorkarren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen von 6 auf 10 gestiegen.

 

Bei den getöteten E-Bike-Fahrenden ist ein Rückgang von 9 auf 7 Personen zu ver-zeichnen, die Zahl der Schwerverletzten stieg jedoch erneut an und zwar von 201 auf 224 Personen. Damit setzt sich der seit 2010 stetige Anstieg der Personen, die mit einem E-Bike schwer verunfallen, weiter fort. Davon sind insbesondere Personen mittleren oder höheren Alters betroffen. In der Altersklasse 45 bis 64 Jahre liegt die Zahl der schwer verunfallten E-Bike-Fahrenden bei 123 (53 Prozent aller schwer verunfallten E-Bike-Fahrenden), in der Altersklasse 65 Jahre oder älter bei 61 Personen (26 Prozent). Als Massnahme zur Verbesserung der Sicherheit, namentlich für Fahrerinnen und Fahrer von schnellen E-Bikes, wird die Einführung einer Lichtpflicht geprüft.

 

Bei den getöteten Fahrradfahrenden zeigt sich weiterhin keine Entspannung. 2017 verloren 30 Fahrradfahrende ihr Leben, das sind 6 mehr als 2016. Eine leichte Verbesserung konnte bei der Zahl der Schwerverletzten festgestellt werden, diese Zahl sank um 4 Prozent auf 818.  (pd/eka)



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