13. November 2017

Branchentag 2017: Was tanken wir in Zukunft?

Die Branchentagung der Erdöl-Vereinigung beschäftigte sich mit der Zukunft des Tankens. Für spannende Diskussionen war gesorgt.

Branchentag 2017: Was tanken wir in Zukunft?

Daniel Hofer, Präsident der Erdöl-Vereinigung.

Branchentag 2017: Was tanken wir in Zukunft?Branchentag 2017: Was tanken wir in Zukunft?

Unter dem Titel «Was tanken wir in Zukunft?» referierten und diskutierten zahlreiche Experten und Praktiker am traditionellen Erdöl-Vereinigung-Branchentag in Zürich über die diversen Alternativen zum herkömmlichen Verbrennungsmotor: Biotreibstoffe, synthetische Treibstoffe, Wasserstoff und natürlich die Elektromobilität.

 

 

Zum Auftakt bot Fabian Bilger, Leiter HSSE bei der Erdöl-Vereinigung, eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Antriebstechnologien und stellte unser heutiges Mobilitätssystem in einen globalen Kontext. In den nachfolgenden Referaten wurde das Gesagte von verschiedenen Experten vertieft, etwa von Daniel Weber (BP), der über „Freud und Leid mit Biotreibstoffen“ berichtete, oder Jörg Ackermann von Coop, der die Wasserstoff-Initiative von Coop vorstellte. «Alle erwarten von der Branche, dass sie investiert, aber worin investiert werden soll, weiss keiner so genau» Edgar Bachmann, CEO Socar. 

 

 

Überhaupt: Die Antriebstechnologie Wasserstoff wurde im Verlauf der Tagung überraschend oft als hoffnungsvolle Zukunftstechnologie genannt: Wasserstoff kann an dafür eingerichteten Tankstellen wie herkömmlicher Treibstoff getankt werden. In der Brennstoffzelle des Autos wird er sodann in Strom umgewandelt, mit dem ein Elektromotor angetrieben wird. Für den Fahrer bietet sich damit das nachhaltige Fahrerlebnis eines Elektroautos und gleichzeitig der Komfort und die Reichweite eines fossil betriebenen Fahrzeugs. Nachteil: Die Technologie ist teurer als herkömmliche Antriebsarten und ausserdem muss sie sich im Markt erst noch etablieren – eine grosse Herausforderung, die wohl nur in einem gemeinsamen Effort der Mineralölbranche gelöst werden kann.

 

 

In der abschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Reto Brennwald reflektierten Christian Bach von der Empa, Edgar Bachmann, CEO von Socar Schweiz und die beiden Nationalräte Walter Wobmann (SVP) und Jürg Grossen (GLP) das zuvor Gehörte. Die lebhafte Diskussion führte zur allgemeinen Erkenntnis, dass man früher oder später von fossilen Treibstoffen wegkommen werde, die vorgestellten Alternativen aber vorläufig reine Nischenprodukte bleiben werden. Unsere Mobilität durchläuft eine Evolution hin zu effizienteren und klimaverträglicheren Technologien. Wer von einer Mobilitätsrevolution träumt, wurde folglich enttäuscht – der gute alte Verbrennungsmotor wird uns noch für eine lange Zeit erhalten bleiben.  (pd/eka)

 

 

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