21. September 2017

109 Verkehrsopfer im ersten halben Jahr

In der ersten Jahreshälfte 2017 verloren 109 Personen auf Schweizer Strassen ihr Leben. Auffallend dabei ist, dass viele junge Menschen als Mitfahrer von Junglenkenden, welche schwere Unfälle verursacht haben, ihr Leben verloren haben.

109 Verkehrsopfer im ersten halben Jahr

Die Zahl der schwer verletzten Zweiradfahrenden ist in allen Kategorien angestiegen.

Nach einem Tiefststand bei den Getöteten im 1. Halbjahr 2016 ist die Zahl der im Schweizer Strassenverkehr getöteten Personen in der ersten Jahreshälfte 2017 auf 109 Tote angestiegen, dies liegt weiterhin unter dem Trend vor 2016. Im entsprechenden Zeitraum 2016 waren es 89 Tote, im gesamten letzten Jahr 216 Getötete.

 

Den grössten Anstieg bei den Getöteten verzeichnen die Personenwagen-Insassen (+ 13 Personen). In der ersten Jahreshälfte 2017 sind insgesamt 42 Personen in einem Personenwagen tödlich verunglückt. Dabei gab es die grösste Veränderung bei jungen Mitfahrenden in Personenwagen in der Altersklasse 15 bis 24 Jahre (+ 8 Personen). Sie verunglückten ausserorts und grösstenteils bei Schleuderunfällen als Mitfahrende junger Lenkender, die mehrheitlich ihre Geschwindigkeit nicht an die nassen, vereisten oder verschneiten Strassenverhältnisse anpassten. Mit der geplanten Optimierung der Fahrausbildung für Personenwagen, die sich derzeit in Vernehmlassung befindet, soll diesem Umstand begegnet werden. Die jugendlichen Neulenker sollen so unter anderem bereits vor der praktischen Prüfung mehr Fahrpraxis erwerben.

 

Eine gemischte Entwicklung gibt es bei tödlich verunfallten Zweiradfahrenden. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist die Zahl der getöteten Motorrad- und Fahrradfahrenden um eine beziehungsweise drei Personen angestiegen, bei E-Bikefahrenden um zwei Personen gesunken. Die Zahl der schwer verletzten Zweiradfahrenden ist hingegen in allen Kategorien angestiegen – bei Motorradfahrenden um 67 Personen, bei E-Bike-Fahrenden um 18 Personen und bei Fahrradfahrenden um 14 Personen.

 

25 Fussgänger und Fussgängerinnen haben in der ersten Jahreshälfte 2017 im Strassenverkehr ihr Leben verloren – zwei Personen mehr als in der ersten Jahreshälfte 2016. Knapp die Hälfte (12 Personen) verunfallte auf einem Fussgängerstreifen. Sie verunglückten innerorts vorwiegend durch Missachtung der Anhaltepflicht vor einem Fussgängerstreifen der beteiligten Lenker von Personenwagen, Lieferwagen oder Lastwagen. Drei Viertel der auf einem Fussgängerstreifen tödlich verunfallten Fussgänger und Fussgängerinnen waren 65 Jahre oder älter.

 

Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunfälle basiert auf dem Strassenverkehrsunfall-Register des ASTRA. Das Register erfasst Unfälle auf öffentlichen Strassen oder Plätzen, in die mindestens ein motorisiertes oder nicht motorisiertes Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät verwickelt ist.  (adm/eka)

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