07. Februar 2017

Maserati Levante: der neue Gipfelstürmer

Mit dem Levante stellt Maserati erstmals in der 103-jährigen Geschichte einen SUV auf die Räder. Wir fuhren den Newcomer während der Maserati Driving Experience durch die Bündner Bergwelt.

Maserati Levante: der neue Gipfelstürmer

Text: Rafael Künzle
 

 

Hoch oben in den Bündner Bergen, auf 1850 Meter über Meer, thront das Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa. Seit 135 Jahren verwöhnt das charmante 5-Sterne Haus seine grossen und kleinen Gäste in unmittelbarer Nähe des Skigebietes Arosa-Lenzerheide. Doch jedes Jahr stehen selbst die 225 verschneiten Pistenkilometer für einmal im Hintergrund, wenn das Kulm Hotel und & Alpin Spa mit Partner Maserati zur winterlichen Driving Experience ruft.
 

 

Eine einmalige Gelegenheit, können doch sämtliche 4x4 Modelle der italienischen Traditionsmarke auf Herz und Nieren getestet werden. Bei der vierten Ausgabe 2017 standen erstmals der neue SUV Levante neben Ghibli und Quattroporte am Start. Ein SUV aus dem Hause Maserati? Ja, denn auch die Italiener leben nicht nur von Luft und Liebe. Wobei die Liebe und Passion zu ihren Fahrzeugen nach wie vor die Grundlage stellt, auf dem die rollenden Träume aus Modena basieren – da macht auch der Levante keine Ausnahme.
 

 

Eine Ausnahmeerscheinung ist der Levante im boomenden Segment der SUV aber auf alle Fälle. Auf fünf Metern Länge zelebriert er mit coupémässiger Linienführung, dem brachialen Kühlergrill und den unverwechselbaren seitlichen Lufteinlässen Maseratis Symbiose aus Eleganz und Leistung – mit 1,68 Metern Höhe nun auch in der erhöhten Liga der SUV. Und wo sonst könnte man den Innenraum eines SUV mit Maulbeerseide der Designikone Ermenegildo Zegna ausstaffieren lassen?
 

 

Wir schmiegen uns in die feinen Ledersitze mit hanggearbeiteten Ziernähten (serienmässig), bewundern die edlen Hölzer oder Details, wie das eingearbeitete Dreizack-Logo in den Kopfstützen. Ein Blick auf die obligate Maserati-Uhr über der Mittelkonsole mahnt uns aber sogleich, endlich loszulegen. Beim Drücken der Starttaste verfliegen unsere letzten Vorbehalte angesichts der Symphonie des 3,0-Liters V6, welcher unser Levante S aus den vier Auspuffrohren produziert. Sowas gibt’s bei einem SUV wohl nur aus der Dreizack-Schmiede!
 

 

Doch nichts wie los. Das Navi des 8,4-Zoll-Touchscreen bleibt für einmal unbeachtet, schliesslich werden die Etappen im Stile einer Classic-Car-Rallye mittels Tageskilometer und Karte bestritten. Ohne Classic-Cars, aber mit jeder Menge klasse geht’s im Tross von Arosa Richtung Chur. Mittels Paddels schalten wir uns durch die 8-Gänge der ZF-Automatik, und mit der serienmässigen Luftfederung geht’s für SUV-Verhältnisse rasant durch die Kurven. Einzig in den Haarnadelbiegungen verlieren wir einige Meter. Was der Levante seinen sportlichen Geschwistern bezüglich Gewicht und Schwerpunkt nachsteht, macht er mit Platz und Komfort wieder wett. Mehr Kopffreiheit und Beinfreiheit gabs in Reihe zwei eines Maseratis noch nie, ganz zu schweigen vom Platzangebot im Kofferraum, wo der SUV mit 580 bis 1600 Litern aufwartet.
 

 

Eng wird’s wenig später in der Rheinschlucht, was aber an den schmalen Gassen liegt. Auf den eisigen Abschnitten sind wir froh über den bei Maserati «Q4 System» genannten Allradantrieb: in 150 Millisekunden ändert dieser die Drehmomentverteilung von einem Hinterradantrieb zur gleichmässigen Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Apropos Helfer: Ob Auffahrwarnsystem, Totwinkelwarner Spurhalteassistent oder adaptiver Tempomat – selbst bei den Assistenzsystemen, einst die Achillesferse der Italiener, gibt sich der Levante keine Blösse. Teilautonomes Fahren gibt’s zwar nicht, doch wer möchte das Steuer eines Maseratis freiwillig einer Maschine überlassen?
 

 

Via Balzers (FL) geht’s anschliessend in Landquart auf die A13. 5,2 Sekunden verstreichen, ehe Tempo 100 aus dem Stand erreicht ist. Fertig lustig wäre, zumindest theoretisch, bei 264 km/h. Los geht der Spass übrigens bereits bei 77'150 Franken (Levante Diesel 3.0 V6 mit 276 PS), denn Träume sind bei Maserati nicht unbezahlbar. Auch wir schwelgen auf dem Rückweg durch die letzten Kurven Richtung Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa und sind uns einig: vom Levante wird man noch einiges hören, nicht nur aus seinen Endrohren!

 

Die komplette Fotogalerie der Maserati Driving Experience finden Sie unter dem folgenden Link: http://www.aboutfleet.ch/gallery
 

 

www.maserati.ch

 

 

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