04. Oktober 2016

Neuwagen im September: 2‘000 Autos mehr als vor Jahresfrist

Der September 2016 war für die Schweizer Automobilbranche ein Monat auf Rekord-Niveau. Mit 26‘145 Neuimmatrikulationen stellt er den zweitbesten September des Millenniums nach 2011 dar.

Neuwagen im September: 2‘000 Autos mehr als vor Jahresfrist
Neuwagen im September: 2‘000 Autos mehr als vor Jahresfrist

Exakt 2'009 Neufahrzeuge mehr als im ebenfalls sehr erfolgreichen Vorjahresmonat kamen auf die Strassen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, ein Zuwachs von 8,3 Prozent. Damit wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 232'183 Autos erstmals immatrikuliert, hier verbleibt ein Minus von 3,1 Prozent oder 7'410 Einheiten. Diese Entwicklung liegt jedoch deutlich über den Erwartungen von auto-schweiz. Die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure rechnet für das laufende Jahr mit rund 5 Prozent Marktrückgang.

 

Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, analysiert die Statistik wie folgt: «Der Marktanstieg lässt sich vor allem auf die hohe Nachfrage nach Allradfahrzeugen zurückführen, ein für den Herbst bekanntes Phänomen.» Die Zahl allradgetriebener Autos stieg allein um 1'879 Einheiten oder 18,3 Prozent auf 12'150. Damit erreichte der 4x4-Antrieb im September einen Rekord-Marktanteil von 46,5 Prozent. «Angesichts des herannahenden Winters greifen unsere Kunden verstärkt zu allradgetriebenen Fahrzeugen. Das freut uns einerseits natürlich, andererseits führt es über Mehrgewicht der Fahrzeuge auch zu steigendem CO2-Ausstoss und damit zu einer stärkeren finanziellen Belastung unserer Mitglieder», so Burgener weiter. Der kommende CO2-Grenzwert von 95 g/km, der ab 2021 gelten soll, müsse deshalb mit Vernunft und Augenmass an die Besonderheiten des Schweizer Automarktes adaptiert werden.

 

In diesem Zusammenhang erfreulich ist der anhaltende Trend zu elektrifizierten Antrieben. Gar eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahresmonat schafften die Benzin-Hybride (+544 Fahrzeuge oder 104,6 Prozent), auch reine Elektroautos wurden stärker nachgefragt als vor Jahresfrist (+169 oder 60,4 Prozent). Sämtliche Alternativ-Antriebe kamen zusammen auf 1'682 Neufahrzeuge - ein Plus von 70,8 Prozent auf nach wie vor niedrigem Niveau, mit 6,4 Prozent aber mit wachsendem Marktanteil. Der Dieselantrieb konnte bei den Stückzahlen ebenfalls 5 Prozent gewinnen. Für das Gesamtjahr liegen sowohl Elektro- als auch Dieselfahrzeuge in absoluten Zahlen ungefähr auf Vorjahresniveau, während Benzin-Hybride um 32,5 Prozent zulegen konnten (+1'752 Fahrzeuge). (pd/ir)

 

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